Gian Franco Kasper, Präsident des Internationalen Skiverbandes (FIS), erwartet in der Planungsphase für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi noch größere Probleme.

"Es wird noch viel Kritik und viele kleine Skandale geben in der nächsten Zeit. Aber am Ende, da bin ich mir sicher, wird Russland es schaffen", sagte Kasper am Freitag im österreichischen Sölden.

Als Mitglied der Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) war der FIS-Chef erst in der vergangenen Woche in Sotschi. Die Delegation hatte am Ende ihrer Inspektion ein positives Fazit gezogen. Kasper hat in Sotschi eigenen Angaben zufolge "die größte Baustelle der Welt" besichtigt.

"Da arbeiten 40.000 Leute in einem kleinen Tal, und es werden neun Tunnel gegraben. Sie glauben ja gar nicht, was sie da alles zu sehen bekommen", sagte er. Größtes aktuelles Problem sei der Bettenmangel: "Wir brauchen 22.000 Hotelzimmer, die sind allerdings noch gar nicht gebaut. Bis 2013 müssen sie aber damit fertig sein."

Kasper wiederholte außerdem seine Sorge, dass in Sotschi wie 2006 in Turin sogenannte `Weiße Elefanten" entstehen könnten - also Sportstätten, die eigens für Olympia gebaut, nach Ende der Spiele aber nicht mehr genutzt werden.

"Mit dem Geld, das Russland hat, kann man Spezialisten kaufen, das ist einfach. Aber diese Leute gehen am letzten Tag der Spiele nach Hause und machen die Türe zu. Und die Tür wird vielleicht nie mehr aufgemacht."

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