Die Olympischen Winterspiele 2018 in München könnten die deutschen Steuerzahler viel teurer zu stehen kommen, als gedacht. Das geht aus einem Bericht des Bundesinnenministeriums hervor, der dem ARD-Magazin "Monitor" vorliegt.

Danach weist der Budget-Entwurf zur Durchführung der Spiele "nach derzeitigem Stand noch eine Reihe von finanziell bedeutsamen Unsicherheiten bzw. Risiken auf". Das BMI sieht diese Risiken unter anderem bei "der Höhe der Sponsoren- und Ticketeinnahmen", aber auch bei `Baukostensteigerungen". Auch das Wechselkursrisiko kann sich laut BMI-Bericht "im mittleren zweistelligen Millionenbereich" bewegen.

Mögliche Risiken zeigen sich zum Beispiel bei den Sicherheitskosten. Im streng vertraulichen Berichtsentwurf zur Schätzung des Durchführungs-Budgets der Münchner Winterspiele, der Monitor vorliegt, wird mit Sicherheitskosten in Höhe von 31,8 Mio Euro gerechnet.

Vancouver, der Austragungsort der diesjährigen Winterspiele, hatte ursprünglich mit 175 Millionen kanadischen Dollar kalkuliert. Tatsächlich stieg das Sicherheitsbudget dort jedoch am Ende auf etwa 900 Millionen Dollar. Eine Stellungnahme der Münchner Bewerbungsgesellschaft lag am Donnerstagmittag noch nicht vor.

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