Unruhen in der künftigen Olympiastadt Rio de Janeiro haben in den letzten sechs Tagen 46 Todesopfer gefordert.

Meist von Drogendealern gesteuerte Gangs hatten Polizeistationen angegriffen und 100 Busse und Autos in Brand gesetzt. Deshalb marschierte am Freitag das Militär auf. 800 Soldaten drangen in die größten der zwölf Slums der 6,1 Millionen Einwohner zählenden Metropole (mit Umland 11,2 Mio.) ein.

Rio de Janeiro, 2014 einer der Spielorte bei der Fußball-WM in Brasilien und 2016 Schauplatz von Sommer-Olympia, ist seit vielen Jahren ein Unruheherd.

Das Internationale Olympische Komitee hat durch seinen Präsidenten Jacques Rogge darauf hingwiesen, der Bereich Sicherheit sei die größte Herausforderung bei Olympia seit den Terroranschlägen 1972 in München.

Brasiliens neugewählte Staatspräsidentin Dilma Rousseff hat die öffentliche Sicherheit vor ihrem Amtsantritt am 1. Januar 2011 zu einem ihrer wichtigsten Themen gemacht.

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