Der Beirat der Aktiven im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hat den angekündigten Protest von Basketballern und Handballern gegen den Nationalen Anti-Doping-Code kritisiert.

"Wer mit einer absichtlichen Missachtung der Regeln gegen den NADA-Code protestiert, ohne vorher das Gespräch gesucht zu haben, der macht sich unglaubwürdig. Dabei handelt es sich um eine reine PR-Aktion, die daran zweifeln lässt, dass die Beteiligten an einer Lösung im Sinne der Athletinnen und Athleten interessiert sind oder konstruktive Vorschläge parat haben", sagte DOSB-Aktivensprecher Christian Breuer in Frankfurt/Main.

Gleichzeitig rief der DOSB die deutschen Spitzensportler dazu auf, sich nicht an der Protestaktion zu beteiligen, die von den Spielervereinigungen Spin (Basketball) und Goal (Handball) initiiert wurde und am ersten Weihnachtstag stattfinden soll.

"Die Rahmenbedingungen des Dopingkontrollsystems sind von uns, dem Beirat der Aktiven im DOSB als offizielle und demokratisch-legitimierte Vertretung der deutschen Athleten, schon oft diskutiert worden. Das System als solches ist allerdings alternativlos", sagte der ehemalige Eisschnellläufer Breuer und forderte die Protestler auf, lieber Vorschläge zur Optimierung vorzulegen.

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