Im Streit um benötigte Grundstücke für die Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018 streben die Gegner der Spiele in Garmisch-Partenkirchen ein Bürgerbegehren an.

Ludwig Hartmann, Mitbegründer der Initiative "NOlympia", kündigte diesbezüglich eine Entscheidung in der nächsten Woche an. "Wir arbeiten sehr intensiv daran und sind in Gesprächen mit den Juristen. Wir sind daher guter Dinge", sagte Hartmann.

"Wir nehmen die Ankündigung ernst, wollen aber zuerst die Fragestellung abwarten. Dann werden wir darauf reagieren", kündigte "München 2018"-Sprecher Jochen Färber an.

Ob es zu einem Bürgerentscheid kommt, hängt davon ab, dass die Betreiber eine zulässige Fragestellung finden, die von den Bürgern verstanden wird und nicht gegen die schon unterschriebenen Beschlüsse gerichtet ist.

"Wir gehen davon aus, dass man keine Frage mehr stellen kann", sagte Thomas Schmid, Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen. Zudem würde das Bürgerbegehren durchfallen, denn die Mehrheit der Garmischer sei pro Olympia 2018, so Schmid weiter.

Ebenfalls seien bereits viele Verträge unterschrieben, und ein Bürgerbegehren dürfe nicht zum Vertragsbruch auffordern.

In Oberammergau war ein solches Plebiszit bereits erfolgreich. Im Juli 2010 wurden dort innerhalb einer Woche die erforderlichen Unterschriften der Bürger gesammelt. Die dort vorgesehenen Biathlon- und Langlaufwettbewerbe sollen nun auf den staatlichen Flächen des Gestüts Schwaiganger in der Nähe der Bob-Hochburg Ohlstadt stattfinden.

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