Die Gegner der Münchner Olympia-Bewerbung um die Winterspiele 2018 machen ernst.

In einem Brief an das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat der bayerische Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann als Vertreter der Initiative NOlympia die Evaluierungskommission des IOC um ein Treffen gebeten.

Die Kommission mit der Schwedin Gunilla Lindberg an der Spitze wird sich Anfang März vor Ort ein Bild vom Kandidaten München machen.

"Anlässlich des Besuchs der Evaluierungskommission (...) ist die Plattform NOlympia 2018 sehr daran interessiert, einen, bzw. zwei Gesprächstermin/e mit der Kommission zu vereinbaren, um die Kritikpunkte an der Bewerbung 'München 2018' und die Schwachstellen im Bid Book aus unserer Sicht darzulegen und mit Ihnen diskutieren zu können", heißt es in dem Schreiben. Lindberg wird gebeten, "einen oder zwei Termin/e im März in München und/oder Garmisch-Partenkirchen" vorzuschlagen: "Wir freuen uns auf ein informatives und produktives Gespräch."

Die Olympia-Gegner hatten sich bereits im Streit um für mögliche Spiele 2018 benötigte Grundstücke schriftlich an das IOC und dessen Präsidenten Jacques Rogge gewandt.

Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), sieht einem Treffen der Olympia-Kritiker mit der Evaluierungskommission indes recht gelassen entgegen.

Er begrüße eine Zusammenkunft sogar, sagte er vor einigen Tagen, denn wenn das IOC "die Meinung der Gegner mit Fakten" vergleiche, "bin ich ziemlich sicher, wie das ausgehen wird".

Die Olympischen Winterspiele werden am 6. Juli im südafrikanischen Durban an München, Annecy/Frankreich oder den Favoriten Pyeongchang/Südkorea vergeben.

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