Die Olympia-Opposition in Garmisch-Partenkirchen macht Ernst:

Mit einem Bürgerbegehren will eine Kritiker-Gruppierung um den ehemaligen SPD-Kreischef Axel Doering mobil gegen die Winterspiele 2018 in München und ihrer Heimatgemeinde machen.

"Keine Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen! Gegen den Ausverkauf unserer Heimat!", heißt es in der Initiative der Gruppierung "NOlympia".

Formelles Ziel des Begehrens lautet, die Rechtmäßigkeit aller bisherigen Olympia-Verträge zu prüfen - faktisch geht es darum, dass Garmisch aus der Münchener Bewerbung aussteigen soll.

Acht Prozent der Gemeindebürger müssen das Begehren unterschreiben, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Dass die Kritiker die Unterschriften zusammenbekommen, gilt als sicher. Die Gemeinde muss der Veranlassung des Entscheids zustimmen, die Kritiker wollen das Plazet im Falle einer Ablehnung einklagen.

Den Bürgerentscheid könnte es noch vor der IOC-Kür am 6. Juli geben.

"Ich bin fassungslos", ärgert sich Münchens Oberbürgermeister Christian Ude in der "tz".

Doering wisse "seit 2001, dass dieses Thema ansteht", habe aber "einen Bürgerentscheid gescheut wie der Teufel das Weihwasser. Ich empfinde es als kurios, so viele Jahre abzuwarten und jetzt plötzlich zu sagen: April, April!"

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