Die Befürworter von Olympischen Spielen 2018 in München wollen in den kommenden Tagen ein deutliches Zeichen setzen.

Spätestens am Wochenende wird der Verein "OlmpiJA" ein eigenes Bürgerbegehren starten, um damit ein Bürgerbegehren der Gegner auszuhebeln.

Gespräche darüber haben unter Einbeziehung des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer bereits stattgefunden. An der Spitze des Bürgerbegehrens pro "München 2018" soll Peter Fischer stehen, Organisationschef der gerade zu Ende gegangenen alpinen Ski-WM.

Im angeblichen Krisenherd Garmisch-Partenkirchen wurden die Mitglieder der Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Mittwoch von Pro-Olympia-Demonstranten empfangen.

Etwa 200 der rund 1000 Mitglieder des Vereins "OlympiJA", der in der Marktgemeinde gut vernetzt ist, begrüßten die Inspektoren am Nachmittag im Skisprungstadion.

"Es ist sehr gut gelaufen, die Stimmung war hervorragend, es war eine gute Atmosphäre", sagte der Garmisch-Partenkirchner Bürgermeister Thomas Schmid.

Die Marktgemeinde gilt als Problem, nachdem sich dort neben einiger ungeklärter Grundstücksfragen auch eine kleine, aber lautstarke Opposition bemerkbar gemacht hat.

Von den Olympia-Gegnern, von denen gut drei Dutzend am Dienstag auf dem Marienplatz in München demonstriert hatten, war allerdings nur am Morgen etwas zu sehen.

Eine Handvoll hatte sich vor dem Gestüt Schwaiganger 20 Kilometer vor "GAP" versammelt, wo im Falle eines Zuschlags für "München 2018" die Langlauf- sowie Biathlon-Wettbewerbe ausgetragen werden sollen.

Schmid berichtete, das Bürgerbegehren der Olympia-Gegner sei kein Thema beim Besuch der IOC-Inspektoren gewesen.

Offensiv sei er dagegen mit der Frage nach den umstrittenen Grundstücken umgegangen.

"Wir haben der Kommission ganz klar gesagt, was noch fehlt, aber auch deutlich gemacht, dass wir bereits 95 Prozent der benötigten Flächen vertraglich gesichert haben. Was noch fehlt, ist außerdem nicht maßgeblich", sagte der Erste Bürgermeister.

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