Die Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat die Bewerbung von München um die Winterspiele 2018 als "stark" bezeichnet.

Die Vorsitzende der Kommission, die Schwedin Gunilla Lindberg, hob bei ihrer Abschlusspressekonferenz die "starke Unterstützung" der Bundesregierung hervor, die während der Inspektion durch den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrerer Regierungsmitglieder ausgedrückt worden sei.

Sie lobte auch die "hervorragende und höchst professionelle" Bewerbungsmannschaft um die Kuratoriumsvorsitzende Katarina Witt.

Ins Detail ging Lindberg erwartungsgemäß nicht.

Die elfköpfige Evaluierungskommission, zu der drei weitere Mitarbeiter des IOC gehörten, hatte seit Dienstag die Bewerbung von München überprüft. Dabei besuchte sie auch die Partner Garmisch-Partenkirchen und Königssee.

Am Dienstag war es zu einem Treffen mit Olympia-Gegnern gekommen. IOC-Direktor Gilbert Felli sah kein Problem in der Frage nach den noch nicht vertraglich gesicherten Grundstücken in Garmisch-Partenkirchen.

Lindberg bezeichnete es als große Freude, während der Besichtigungstour viele Athleten getroffen zu haben.

Um die Unterstützung der Bundesregierung zu signalisieren, war Bundeskazlerin Angela Merkel bei einem Staatsempfang für die IOC-Inspektoren am Donnerstagabend erschienen.

Sie wurde begleitet von Außenminister Guido Westerwelle, dem neuen Innenminister Hans-Peter Friedrich sowie dem jetztigen Verteidigungsminister Thomas de Maiziere.

Die Evaluierungskommission wird ihren Untersuchungsbericht am 10. Mai veröffentlichen.

Zuvor hatte sie Annecy/Frankreich und Pyeonchang/Südkorea besucht.

"Alle drei Städte sind in der Lage, Gastgeber der Spiele zu sein", sagte Lindberg. Deutschland sei eine "große Wintersportnation", die darin geübt sei, "große Wintersportereignisse auszurichten".

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