Heftige Kritik hat ein positiver Bericht des UN-Umweltschutzprogramms UNEP über die Auswirkungen der Bauarbeiten für die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi ausgelöst.

"Der UNEP fehlt es an Neutralität. Sie spielt nicht die ursprünglich vorgesehene Rolle als Vermittler", kommentierte Suren Gazarjan vom nordkaukasischen Umweltschutz-Bündnis "Environmental Watch" das Lob der UN-Organisation für die bisherigen Ökö-Maßnahmen der Olympia-Macher:

"Die UNEP sagt, dass sich alles positiv entwickeln würde, obwohl ihre eigenen Berichte belegen, dass die UNEP-Empfehlungen nicht befolgt werden."

Die Umweltschützer und die Behörden streiten seit längerer Zeit über die Erhaltung seltener Kiefer-Bäume und eines größeren Wald-Gebietes.

Aus Protest gegen die Positionen der Olympia-Organisatoren zogen sich die Umweltschutz-Organisation Greenpeace und die Tierschützer des WWF aus den gemeinsamen Kommisionen zurück.

Die UNEP bewertete in ihrem jüngsten Bericht "den Umfang der Ausgleichsmaßnahmen" in den Baugebieten für die Winterspiele ausgesprochen positiv. "Wir sind beeindruckt", hieß es in einer von Sotschis Organisationskomitee verbreiteten Erklärung.

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