Die IOC-Exekutive hat acht Monate nach dem Ende der Semenya-Affäre Regeländerungen für Athletinnen mit einer Überproduktion männlicher Hormone empfohlen.

Die neuen Bestimmungen sollen bereits bei den Olympischen Spielen in London 2012 in Kraft treten, das wurde von der IOC-Regierung angekündigt.

2000 hatter das IOC den medizinisch nicht mehr haltbaren Geschlechtstest abgeschafft. "Nach meiner Erfahrung wird es nicht viele Fälle geben", erklärte Arne Ljungqvist, Vorsitzender der medizinischen Kommission im IOC. Die Entscheidung über Verbot und Erlaubnis von Starts soll auf Basis einer umfassenden Einzelfallanalyse getroffen werden.

Die neuen Richtlinien sehen vor, dass Athletinnen mit einem übernatürlich erhöhten Androgen-Level, der ihnen Vorteile gegenüber der Konkurrenz ermöglicht, in Zukunft vom Wettkampf ausgeschlossen werden. In diesem Fall muss die Athletin über die Gründe informiert werden, damit sie ihre als Störung klassifizierte Besonderheit behandeln lassen kann.

Sollte eine Athletin bei der Klärung ihrer Startberechtigung nicht kooperieren, darf sie nicht antreten. Die eingehende Untersuchung müsse vertraulich erfolgen. "Der jeweilige Fachverband muss entscheiden, ob eine Athletin startberechtigt ist, solange eine Untersuchung läuft", meinte Ljungqvist. Die IOC-Vollversammlung soll diese Empfehlungen im Juli in Durban endgültig verabschieden.

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