Die starke Opposition in Garmisch-Partenkirchen wird offenbar nicht zum Handicap für Münchens Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018. Dies lässt der Prüfbericht erkennen, den die Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nach dem Besuch der drei Kandidaten am Dienstag veröffentlichte.

Ähnlich positiv wird darin die Bewerbung des leichten Favoriten Pyeongchang/Südkorea bewertet, schlechter weg kommt der französische Außenseiter Annecy.

Allen drei Kandidaten wird vor der Vergabe am 6. Juli bei der IOC-Session in Durban/Südafrika bescheinigt, sie könnten erfolgreiche Spiele veranstalten.

Zwei Tage nachdem der Bürgerentscheid in Garmisch-Partenkirchen 58,07 Prozent Ja-Stimmen für die Befürworter der Spiele und immerhin 49,41 Prozent Ja-Stimmen für die Gegner gebracht hatte, konstatierte das IOC, dass es in Deutschland 15 Prozent Ablehnung für das 3-Milliarden-Euro-Projekt gebe. Das Ergebnis eigener Umfragen sieht 9 Prozent Opposition und 6 Prozent starke Opposition. Bei Annecy sind es immerhin 32 Prozent (22/10), in Pyeongchang nur 2 Prozent (1/1).

Der 119-seitige Prüfbericht des IOC hat auf vergleichende Aussagen zu den Bewerbungen der drei Kandidaten verzichtet. Es gibt allenfalls kritische Anmerkungen. So wird München bescheinigt, man habe die Vorzüge und die Nachhaltigkeit des Konzepts nicht deutlich genug kommuniziert.

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