Die Olympiagegner aus Annecy haben vor der großen Präsentation der drei Kandidaten für die Winterspiele 2018 am Mittwoch in Lausanne eine Petition beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) abgegeben.

"Wir haben 16.000 Unterschriften gegen die Spiele in Annecy gesammelt. Olympia würde unsere Umwelt sehr stark schädigen und sie angesichts der Kosten von 4,8 Milliarden Euro Annecy und die Region in ein finanzielles Chaos stürzen. Viele andere Olympiastädte leiden für immer an den Schulden durch die Spiele", sagte Khalid de Dehgane, Chef der mit 20 Aktivisten angereisten Annecy-Gegner.

49 Tage vor der Entscheidung über den Ort der Winterspiele 2018 am 6. Juli in Durban/Südafrika startete die neunköpfige Münchner Delegation, der auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich angehörte, am Mittwochmorgen als erster Kandidat in die 45-minütige nicht öffentliche Präsentation.

Danach folgte der Außenseiter Annecy, am Nachmittag das als leichter Favorit gehandelte Pyeongchang/Südkorea bei seinem dritten Anlauf in Folge zu den Spielen.

Für alle drei Bewerber gab es direkt nach ihrer Präsentation jeweils 45 weitere Minuten, in denen sie durch die rund 90 der wahrscheinlich 103 in Durban stimmberechtigten IOC-Mitglieder in kritischen Punkten einem `Kreuzverhör" unterzogen wurden.

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