Südafrika hat den Kampf um die Olympischen Sommerspiele 2020 doch noch nicht aufgegeben.

"Der Bewerbungsprozess ist recht offen. Wenn wir die Regierung überzeugen, könnten wir noch eine Bewerbung abgeben", sagte Sportminister Fikile Mbalula bei einer Pressekonferenz zum Stand der Vorbereitungen für die 123. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 6. Juli in Durban.

Bei der Kabinettssitzung Ende Mai, als sich Mbalulas Ministerkollegen mehrheitlich gegen eine Bewerbung für Olympia 2020 ausgesprochen hatten, habe der Sportminister einen Kollaps erlitten und sei später "mit Symptomen einer Grippe" ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichtet das südafrikanische Nachrichtenportal "news.24".

Darin wird er mit den Worten zitiert: "Der Kampf geht weiter, es ist noch nicht alles verloren."

Ende Mai verkündete ein Kabinettsprecher den Entschluss der Regierung, statt viel Geld für Olympische Spiele auszugeben lieber die Armut im Lande bekämpfen und den Menschen bessere Lebensumstände bereiten zu wollen.

Bis dahin war stets die Stadt Durban als Kandidat für eine südafrikanische Olympia-Bewerbung genannt worden.

IOC-Präsident Jacques Rogge persönlich hatte Südafrika ermuntert, sich um die Spiele 2020 zu bemühen.

Am 6. Juli entscheidet das IOC in Durban über die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018, um die sich auch München bewirbt.

Interessenten für die Sommerspiele 2020 haben noch bis zum 1. September Zeit, ihre Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee einzureichen.

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