Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor der Entscheidung über die Olympischen Winterspiele 2018 am Mittwoch, 6. Juli, im südafrikanischen Durban einen persönlichen Brief an die rund 100 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) geschrieben.

Diese entscheiden darüber, ob die bayerische Metropole, das chancenreiche Pyeongchang/Südkorea oder gar Außenseiter Annecy/Frankreich Gastgeber werden.

Angela Merkel betonte in ihrem Brief, die Regierung betrachte Münchens Bewerbung um die XXXIII. Olympischen Winterspiele und die XII. Paralympics als "nationale Angelegenheit" und eine Sache von "entscheidender Bedeutung".

Alle politischen Entscheidungsebenen und die Regierung stünden voll hinter den Münchener Plänen. Das deutsche Volk freue sich, die olympische Familie empfangen zu können.

Es habe in der Vergangenheit bei vielen Gelegenheiten gezeigt, dass die Leidenschaft und der Antrieb der Sportler und Sportlerinnen in ihm Enthusiasmus erzeugen könne.

Olympische Spiele in Deutschland würden ein unvergessliches Erlebnis für jeden Beteiligten. Merkel schließt mit dem Satz: "Wir möchten die Welt einladen, unser Gast zu sein."

Die Kanzlerin hatte sich bereits beim Besuch der Evaluierungskommission des IOC Anfang März in München persönlich für die deutsche Bewerbung stark gemacht.

"Wir haben alle Chancen, nach dem Sommermärchen jetzt ein Wintermärchen zu planen. Die Welt würde sich sehr freuen, wenn Deutschland Gastgeber werden würde", meinte Angela Merkel damals.

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