Der Deutsche Ski-Verband (DSV) hofft nach der Pleite der Münchner Olympia- Bewerbung für 018 weiter auf Unterstützung.

Der Generalsekretär des DSV Thomas Pfüller sowie DSV-Präsident Alfons Hörmann sehen in der Entscheidung für den südkoreanischen Konkurrenten Pyeongchang keine generelle Ablehnung der bayrischen Hauptstadt

Pfüller hofft darauf, dass Politik und Wirtschaft ihr Engagement im deutschen Wintersport aufrecht erhalten:

"Das war sicherlich keine grundsätzliche Entscheidung gegen München, sondern in erster Linie für die Koreaner, die bereits zum dritten Mal ihren Hut in den Ring geworfen haben. Bei aller verständlichen Enttäuschung sollten wir nicht die vielen positiven Aspekte vergessen, die mit der Bewerbung für 2018 zusammenhängen. Als Deutscher Skiverband würden wir uns wünschen, dass sich die vielen Vertreter aus Politik, Industrie und Wirtschaft, die sich während der Bewerbungsphase vorbildlich für die Belange des Sports engagiert haben, nicht enttäuscht zurückziehen. Der deutsche Wintersport braucht auch in Zukunft engagierte Partner, um die kommenden Aufgaben zu bewältigen und seine internationale Spitzenstellung zu behaupten."

Hörmann schließt auch eine erneute Bewerbung Münchens nicht aus:

"Um den höchsten Gipfel zu erklimmen, muss man manchmal auch einen etwas steinigeren Umweg gehen. Bereits die Bewerbung hat dem gesamten deutschen Wintersport einen deutlich spürbaren Rückenwind gebracht. Unser Dank gilt deshalb dem DOSB und seinem Präsidenten, Dr. Thomas Bach, sowie den Verantwortlichen der Bewerbungsgesellschaft. Sie alle haben in den vergangenen Wochen einen höchst engagierten Bewerbungsmarathon und Schlussspurt absolviert."

Biathletin Magdalena Neuner sieht die Vergabe an Pyeongchang kritisch: "München und Garmisch-Partenkirchen wären aus meiner Sicht die bessere Wahl gewesen. Die Spiele in Pyeongchang werden sicherlich gut organisiert sein. Aber ob dort tatsächlich so etwas wie Begeisterung aufkommt, muss man abwarten. Vor zwei Jahren bei der Biathlon-WM war das Interesse jedenfalls nicht sehr groß."

Aber auch Neuer hofft aud einen weiteren Versuch Münchens für die Wettkämpfe in 2022: "Deshalb würde ich es auch begrüßen, wenn sich München für die Spiele 2022 bewirbt."

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