Ehrenpräsident Manfred von Richthofen vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hat sich für eine Bewerbung Deutschlands als Austragungsort von Olympischen Sommerspielen ausgesprochen und erneut Berlin ins Gespräch gebracht.

Deutschland sei kein Wintersportland, sagte der 77-Jährige dem "Berliner Tagesspiegel" nach dem Scheitern der Münchener Bewerbung für 2018.

"Wenn sich Deutschland um Sommerspiele bewirbt - und dafür bin ich -, bin ich natürlich für Berlin. Viele moderne Sportstätten sind vorhanden, große Sportereignisse wie die Fußball-WM, die Leichtathletik-WM oder der Auftakt der Frauenfußball-WM wurden organisatorisch hervorragend gemeistert", sagte der frühere Chef des Deutschen Sportbundes.

Für eine neuerliche Bewerbung Münchens um Spiele auf Eis und Schnee konnte sich der frühere Chef des Berliner Landessportbund nicht begeistern.

"Deutschland ist nun mal kein Wintersportland - mal abgesehen von Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen. Im Norden gibt es da wenig Begeisterung", sagte der langjährige Sport-Funktionär.

Im Falle von Sommerspielen fühlten sich jedoch alle angesprochen, "die Segler in Kiel, die Fußballer im Süden, die Reiter im Rheinland. Sommerspiele sind Weltereignisse, für die man das ganze Land begeistern kann", so von Richthofen.

Dass Berlin mit seiner Bewerbung um Olympia 2000 bereits einmal kläglich gescheitert ist, sieht von Richthofen nicht als Problem.

Damals habe es an der politischen Unterstützung gefehlt. In der Bevölkerung und in der Politik waren die Vorbehalte groß. Mittlerweile habe sich die Stimmung in der Bevölkerung gedreht.

Selbst die Berliner Grünen, so von Richthofen, wären sicherlich für Olympia zu gewinnen.

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