Erstmals ist eine zweite Frau in die 16-köpfige Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eingezogen.

Die 64 Jahre alte Schwedin Gunilla Lindberg, Chefin der Evaluierungskommission für Winter-Olympia 2018, kehrte am Schlusstag der 123. IOC-Session im südafrikanischen Durban in den Führungszirkel zurück.

Zu diesem gehört auch Nawal El Moutawakil (Marokko), die 400-m-Hürden-Olympiasiegerin von 1984.

Gunilla Lindberg, von 2000 bis 2004 bereits einmal in der Exekutive, folgt Gerhard Heiberg (Norwegen). Der bisherige Chef der Marketing-Kommission und Organisator von Winter-Olympia 1994 in Lillehammer, wird noch zwei Jahre IOC-Mitglied sein.

Das IOC hat sich in Durban von 110 auf 113 Mitglieder vergrößert. Am Samstag wurden Jose Perurena Lopez, der spanische Präsident des Kanu-Weltverbandes ICF, Gerardo Werthein als Präsident des Nationalen Olmypischen Komitees Argentiniens und die neuseeländische Surf-Olympiasiegerin Barbara Kendall aufgenommen.

Sie gehörten seit April bereits provisorisch dazu. Ende des Jahres werden sechs Mitglieder turnusgemäß ausscheiden.

Zu ihnen zählt nach Erreichen der Altersgrenze (80) auch Prof. Arne Ljungqvist. Der Schwede erklärte dem SID: "Der Präsident hat mich gebeten, dass ich noch bis 2013 Chef der Medizin-Kommission bleibe."

Weiter im IOC vertreten sind auch drei Deutsche. Neben Vizepräsident Thomas Bach sind dies Claudia Bokel und als Ehrenmitglied ohne Stimmrecht der langjährige IOC-Direktor Walther Tröger.

Verabschiedet durch IOC-Präsident Jacques Rogge wurde in Durban der an Parkinson erkrankte IOC-Generaldirektor Urs Lacotte (Schweiz/58), der von 2003 bis März 2011 die rechte Hand von Rogge war. Nachfolger von Lacotte ist Rogges belgischer Landsmann Christophe de Kepper, der bereits seit April im Amt ist.

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