Jacques Rogge hat die heftige Kritik von Franz Beckenbauer an Europas IOC-Mitgliedern zurückgewiesen.

"Franz ist ein guter Freund. Man konnte keine Freudensprünge von ihm erwarten. Aber am Ende des Spiels ist immer der Schiedsrichter schuld", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zur Reaktion des "Kaisers", der in Durban vergeblich versucht hatte, zu Münchens Erfolg bei der Bewerbung um die Winterspiele 2018 beizutragen.

Beckenbauer hatte nach der klaren Münchner Niederlage mit 25:63 Stimmen gegen das zum dritten Mal angetretene Pyeongchang/Südkorea erklärt:

"Es ist eine Riesen-Sauerei, dass Europäer anderen Europäern nicht helfen. 42 stimmberechtigte Europäer sitzen im IOC. Doch nur 25 haben München die Stimme gegeben und lediglich sieben dem französischen Bewerber Annecy."

Beckenbauer schaltete inzwischen um von harscher Kritik auf hohes Lob. Gezielt schlug er die Chefin der Münchener Bewerbung, Katarina Witt, für den Bayerischen Verdienstorden vor.

"Wie sie sich - als Sächsin - für die bayerischen Interessen eingesetzt hat, besser kann man es nicht machen", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

Die Stadt München ehrt Katarina Witt indes für ihre Verdienste um die Olympiabewerbung 2018 mit der Auszeichnung "München leuchtet".

Das kündigte Oberbürgermeister Christian Ude in mehreren Interviews an. Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin hatte als Frontfrau der Münchner Bewerbung hohe internationale Anerkennung erhalten.

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