Die olympische Bewegung soll wieder mal politische Fesseln sprengen: Nachdem das südkoreanische Pyeongchang in der vergangenen Woche den Zuschlag für Olympia 2018 bekommen hat, befürwortet die Mehrheit der Südkoreaner ein vereintes Team mit dem verfeindeten Nachbarn Nordkorea. Das ergab eine am Montag veröffentlichte Meinungsumfrage in Südkorea.

Demnach unterstützen 57,5 Prozent der Befragten die Idee eines vereinten Teams aus Nord und Süd. 30,5 Prozent sprachen sich gegen diesen Plan aus.

Südkoreas Oppositionschef Sohn Hak-kyu geht sogar noch weiter. Ginge es nach ihm, soll Nordkorea 2018 die Rolle des Co-Ausrichters einnehmen.

"Olympia 2018 soll der Wendepunkt in der Geschichte der geteilten koreanischen Halbinsel sein", sagte Sohn. 73,3 Prozent der Bürger wollen allerdings keine direkte Beteiligung Nordkoreas an der Organisation der Winterspiele.

Bereits bei den Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen waren die Teams bei den Eröffnungszeremonien gemeinsam hinter der Flagge der koreanischen Halbinsel eingelaufen, nun soll auch ein Team für die Spiele in sechseinhalb Jahren zusammengestellt werden.

Bei Olympia 2008 in Peking und den Asien-Spielen 2010 in Guangzhou waren die beiden koreanischen Mannschaften getrennt einmarschiert.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel