Rund eine Woche nach dem Zuschlag für Winter-Olympia 2018 in Pyeongchang/Südkorea hat das nordkoreanische IOC-Mitglied Chang Ung eine Beteiligung Nordkoreas als Co-Ausrichter in Aussicht gestellt.

"Die politischen und militärischen Verbindungen zwischen den Koreanern sind nicht gut, sie müssen unbedingt verbessert werden", sagte Chang in Tokio im Gespräch mit der südkoreanischen Nachrichtenagentur "Yonhap".

Er hoffe, dass man einige Wettbewerbe in Nordkorea austragen könne. Damit könnte die olympische Bewegung wieder mal politische Fesseln sprengen.

Erst am Montag hatte sich die Südkoreaner in einer Umfrage mehrheitlich für ein vereintes Olympiateam mit Nordkorea ausgesprochen. Demnach unterstützen 57,5 Prozent der Befragten die Idee eines vereinten Teams aus Nord und Süd. 30,5 Prozent sprachen sich gegen diesen Plan aus.

Daraufhin hatte Südkoreas Oppositionschef Sohn Hak-kyu Nordkorea als Co-Ausrichter für die Winterspiele 2018 ins Gespräch gebracht.

"Olympia 2018 soll der Wendepunkt in der Geschichte der geteilten koreanischen Halbinsel sein", sagte Sohn.

73,3 Prozent der Bürger wollten allerdings keine direkte Beteiligung Nordkoreas an der Organisation der Winterspiele.

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