Nach dem Scheitern Münchens im Kampf um die Winterspiele 2018 will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen Schnellschuss vermeiden.

Zukünftige deutsche Olympiabewerbungen sollen sorgfältig und ohne Zeitdruck geprüfen werden.

Das beschloss das DOSB-Präsidium auf seiner 44. Sitzung am Mittwoch in Frankfurt/Main.

"Dabei muss man eine Fülle von Informationen einbeziehen", sagte DOSB-Präsident Thomas Bach auf einer Pressekonferenz.

Für das Bewerbungsrennen um die Winterspiele 2022 seien dabei erste Erkenntnisse über die Kandidaten zu berücksichtigen. Eine Bewerbung für die Sommerspiele 2020 sei dagegen schon wegen der bereits Ende Juli 2011 endenden Abgabefrist ausgeschlossen.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper nannte eine überstürzte deutsche Bewerbung "unseriös".

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hatte dem "Berliner Tagesspiegel" erklärt, mit der Hauptstadt einen neuen Anlauf zum Olymp nehmen zu wollen.

"Berlin ist bereit für Olympische Spiele. Denn Berlin hat alle Voraussetzungen: die Stadien, die Infrastruktur, die Hotellerie, die Begeisterung der Menschen für den Sport", sagte Wowereit.

Als Reaktion darauf hatte bereits Christian Klaue, der Pressesprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), gesagt: "Das ist zeitlich unmöglich. Man müsste bereits bis zum 29. Juli eine Voranmeldung beim IOC abgeben."

Wichtig für die erneute Anstrengung einer Olympiabewerbung werde zukünftig neben der nötigen Ruhe auch sein, dass man alle Kräfte aus Sport, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenführen und mobilisieren könne.

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