In der Diskussion um mögliche Olympische Sommerspiele in Berlin hat Thomas Bach die Kontroverse mit Klaus Wowereit durch deutliche Kritik am Regierenden Bürgermeister verschärft.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nannte Wowereits Stellungnahme in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" "substanzlos" und "schlichtweg unseriös".

"Was aus Berlin vorliegt, ist lediglich ein flapsiges Interview. Wenn Herr Wowereit glaubt, er könnte auf diese Art und Weise eine aussichtsreiche, seriöse Bewerbung starten, dann hat er von der Komplexität des Verfahrens keine Ahnung. Vielleicht hätte sich Herr Wowereit mal bei seinem Amtskollegen Christian Ude vorher erkundigen können", kritisierte Bach Presseerklärungen des Regierenden Bürgermeisters und meinte dann zu Wowereits Auffassung, auch eine Bewerbung um die Sommerspiele 2020 müsse geprüft werden: "So was 15 Tage vor Bewerbungsschluss, ohne jede Substanz, ohne jeden Plan, ohne Konzept, von Finanzierung mal ganz abgesehen, einfach in den Raum zu werfen, das ist schlichtweg unseriös."

Laut Bach muss nach dem Scheitern Münchens im Kampf um die Winterspiele 2018 mit Blick auf eine mögliche weitere deutsche Bewerbung erst einmal geprüft werden: "Wer tritt für die Sommerspiele 2020 an, was kristallisiert sich dabei heraus und welche Kandidaten gibt es für 2022? Erst dann werden wir entscheiden, ob eine Bewerbung Sinn macht und für was und wann."

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