Für Münchens Oberbürgermeister Christian Ude steht fest, dass Thomas Bach 2013 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) werden will.
Der SPD-Politiker, im gleichen Jahr Kandidat für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten, sieht darin kein Problem für die angestrebte Bewerbung Münchens um Olympische Winterspiele 2022.
In einem Interview mit dem "Münchener Merkur" meinte Ude zur Rolle von Bach bei der deutschen Bewerbung um die Winterspiele: "Dass er IOC-Präsident werden will, ist richtig. Das wäre für den deutschen Sport übrigens sehr erfreulich."
Bachs Wahl zum IOC-Präsidenten am 10. September 2013 in Buenos Aires wäre aus Sicht von Ude nicht das Ende der Münchner Bewerbung, nachdem IOC-Mitglieder mehrfach verlauten ließen, es gebe für Deutschland keine zwei Geschenke.
Ude: "Es ist überhaupt nicht wahr, dass ein IOC-Präsident keine Spiele im eigenen Land erleben darf." Umgekehrt könne man sagen: "Ein Präsident hat die größten Einflussmöglichkeiten."
Bach selbst wird sich wahrscheinlich erst im Frühsommer 2013 zu einer möglichen Kandidatur äußern. Deadline dafür wäre der 10. Juni, dann wären es noch exakt drei Monate bis zur Wahl des Nachfolgers von IOC-Chef Jacques Rogge. Dieser hat Bach, gegen den sich bisher kein Herausforderer in Position gebracht hat, in einem bereits bescheinigt:
"Thomas Bach hat alle Qualitäten, die ein Präsident braucht: Er ist intelligent, kennt den Sport, liebt den Sport, kann Teams bilden, er hat das Geschick."

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