Unruhe am künftigen Olympia-Schauplatz: Nach einem erneuten Erdbeben und der Explosion einer Gaspipeline in Sotschi hat Russlands Präsident Wladimir Putin eine sofortige Inspektion der Anlagen für die Winterspiele im Februar 2014 angeordnet.

Die Behörden sollen alle Baustellen eingehend prüfen, nachdem zum Weihnachts-Ausklang das schwerste von drei Beben seit dem 10. Dezember die Stärke von 5,7 auf der Richterskala erreicht hatte. Das Epizentrum liegt rund 150 Kilometer von Sotschi entfernt.

An der georgischen Schwarzmeerküste haben inzwischen in Batumi, Poti, Kobuleti und Kutaissi tausende Einwohner ihre Häuser aus Angst vor weiteren Erschütterungen verlassen. Kliniken brachten ihre Patienten ins Freie. Verletzte wurden bisher nicht gemeldet. Sprecherin Irina Gogolewa vom russischen Katastrophenschutzministerium erklärte, man habe keine schwereren Schäden entdeckt.

Stunden vor dem Erdbeben war in Sotschi eine Gaspipeline explodiert, die ein Elektrizitätswerk versorgt. Die Ursache ist noch unbekannt. Laut Ministerium hat das Kraftwerk auf Heizöl umgestellt und wird die Stadt wieder mit Strom versorgt.