Tierheim statt Todesspritze: In der Olympiastadt Sotschi will man das Problem der vielen streunenden Hunde und Katzen nun angeblich auf humane Art und Weise in den Griff kriegen.

"Wir sind nicht grausam, deshalb werden wir ein Programm zur Kastration der Straßentiere erarbeiten und das erste Tierheim in Sotschi bauen", sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung.

Ursprünglich hatte Sotschi eine Ausschreibung im Wert von umgerechnet 42.500 Euro für das "Einfangen, Auswählen und Beseitigen" der Streuner auf den Weg gebracht.

Täglich zwischen fünf und acht Uhr morgens sollten eigens zusammengestellte Gruppen die zahlreichen herrenlosen Hunde und Katzen aus den Straßen der Stadt entfernen. "Entfernen bedeutet in diesem Fall Abschlachten", schrieb die drittgrößte russische Tageszeitung "Trud".

Das grausame Abschlachten der Straßentiere hatte bereits im Vorfeld der Fußball-EM 2012 in der Ukraine zu weltweiten Protesten von Tierschützern geführt.

Letztlich gaben die Organisatoren offiziell nach, allerdings berichteten ukrainische Medien und internationale Tierschutzorganisationen von fortgesetzten Tötungsaktionen.

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