Die Einwohner von Oslo stimmen am Sonntag und Montag in einer Volksbefragung ab, ob sich die Stadt für die Austragung der Olympischen Winterspiele und der Paralympischen Spiele 2022 bewerben soll.

Die meisten Disziplinen will die norwegische Hauptstadt selbst ausgetragen. Die alpinen Disziplinen sowie die Rodel-, Bob- und Skeleton-Wettkämpfe sollen in Lillehammer, rund 180 Kilometer nördlich von Oslo, stattfinden. Einer Umfrage der Tagezeitung "Aftenposten" zufolge sind nur 38 Prozent der Osloer für eine Bewerbung.

Umstritten sind vor allem die Kosten, die auf 25 Milliarden norwegische Kronen (3 Milliarden Euro) geschätzt werden. Gegner sind der Meinung, dieses Geld solle besser in Kindergärten, Krankenhäuser und Schwimmhallen investiert werden. Befürworter der Winterspiele in Oslo argumentieren, Norwegen sei es dem Rest der Welt schuldig, die Winterspiele auszutragen.

Schließlich würden die norwegischen Wintersportler regelmäßig die meisten Medaillen gewinnen. Norwegen hat bislang zweimal die Winterspiele ausgetragen, zuletzt 1994 in Lillehammer. Durch die Nordische Ski-WM 2011 sind aber viele Anlagen bereits vorhanden und müssen nur modernisiert oder ausgebaut werden.

Das Ergebnis der Volksabstimmung wird erst in einigen Tagen erwartet. Es ist nicht bindend, die Politiker haben aber bereits angekündigt, nicht gegen den Willen der Osloer handeln zu wollen.

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