Biathlet Arnd Peiffer hat sich erzürnt über die Forderung einiger Politiker nach dem Boykott der Olympischen Spiele in Sotschi geäußert.

"Was können wir Sportler dafür? Dürfen wir jetzt nicht zu Olympia, weil Russland mit seiner Gleichberechtigung von Homosexuellen nicht klarkommt? Das ändert doch nichts", empörte sich der Sprint-Weltmeister von 2011 am Donnerstag bei SPORT1.

Die Anti-Homosexuellengesetzgebung in Russland hatte im Rahmen der Leichtathletik-WM in Moskau hohe Wellen geschlagen.

Präsident Wladimir Putin hatte klargestellt, dass das Gesetz auch bei den Olympischen Spielen im Februar in Sotschi durchgesetzt werde.

"Ich finde es schade, wenn ein Sportereignis von politischen Bewegungen oder Gruppierungen missbraucht wird", sagte Peiffer dazu und erinnerte an Stabhochsprung-Weltmeisterin Jelena Issinbajewa. "Issinbajewa sollte instrumentalisiert werden, sie wollte es dann allen recht machen und ist damit so richtig schön baden gegangen."

Die Russin hatte auf einer Pressekonferenz in Moskau versucht, die russische Gesetzgebung zu verteidigen.

"Wir verstehen uns als traditionelles Volk. Männer sollten Frauen lieben und umgekehrt. Dies ergibt sich aus der Geschichte", sagte sie.

Auf Druck des Leichtathletik-Weltverbandes musste sie sich danach in einer öffentlichen Erklärung entschuldigen.

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