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Während der Fußball-EM 2008 fanden in Lwiw drei Spiele statt © getty

Die ukrainische Stadt Lwiw hat ihre Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022 zurückgezogen und will 2026 einen neuen Anlauf nehmen.

Grund für die Entscheidung seien die weiter schwierigen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse im Lande, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit.

Nach "positiven Gesprächen" sei man zu dem Entschluss gekommen, "dass eine Bewerbung für 2022 unter den gegebenen Umständen schwierig ist, für das Jahr 2026 aber Sinn macht", teilte IOC-Präsident Thomas Bach mit. Zuvor hatte sich Bach intensiv mit dem ukrainischen Premierminister Arsenij Jazenjuk und Sergej Bubka, dem Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitee (NOK) der Ukraine, ausgetauscht.

Alle Parteien waren sich einig, dass ein neuerlicher Anlauf 2026 großes Potenzial habe.

"Eine Bewerbung für 2026 hätte positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Erholung des Landes und würde der Entwicklung der Gesellschaft weiterhelfen", sagte Jazenjuk.

"Wir möchten dem IOC für seine Hilfe danken, auch für die Unterstützung unserer Athleten in schwierigen Zeiten", sagte Stabhochsprung-Ikone Bubka.

Für die Winterspiele 2022 gehen dem IOC allmählich die Kandidaten aus.

Zuvor hatten sich bereits Krakau (Polen), München, Stockholm und die Region Graubünden (Schweiz) aus dem Kreis der möglichen Bewerber verabschiedet, weil die Bevölkerung die Unterstützung verweigerte.

Almaty (Kasachstan), Peking und Oslo sind die weiteren Interessenten, wobei sich in Oslo zuletzt ebenfalls vermehrt Widerstand regte.

Die norwegische Regierung will im Herbst über Finanzgarantien und damit auch grundsätzlich über eine Bewerbung entscheiden.

Die IOC-Exekutive entscheidet am 9. Juli, welche Stadt vom Bewerber (Applicant City) zum offiziellen Kandidaten (Candidate City) wird.

Vergeben werden die Spiele im Rahmen der IOC-Session im Juli 2015 in Kuala Lumpur/Malaysia.

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