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Arnd Peiffer und die Staffel sichert sich einen Platz auf dem Podest
Bei den letzten Weltmeisterschaften gewann Peiffer zwei Bronzemedallien mit den Staffeln © getty

Arnd Peiffer erlöst die deutschen Biathlon-Herren. Beim Sprint in Antholz feiert der Youngster den ersten Saisonsieg.

Antholz - Arnd Peiffer hat im vorletzten Rennen vor Olympia den Bann gebrochen und den deutschen Männern überraschend den ersten Saisonsieg beschert.

Beflügelt vom Doppeltriumph der grandiosen Magdalena Neuner stürmte der 22-Jährige bei Kaiserwetter in Antholz zum zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Christoph Stephan als Sprint-Dritter komplettierte das beste deutsche Resultat im Olympiawinter.

"Das wurde auch langsam Zeit mit dem ersten Saisonsieg. Ich hatte heute früh gar nicht so ein gutes Gefühl und hätte nie gedacht, dass es noch nach ganz vorn reicht", sagte Peiffer. Er strich wie bei seinem ersten Weltcup-Erfolg im letzten Winter in Russland 10.000 Euro Preisgeld ein.

Der Mann aus Clausthal-Zellerfeld lag nach 10 km und keinem Fehlschuss 6,0 Sekunden vor Dominik Landertinger, der fair gratulierte. "Die sechs Sekunden hätte ich gern auch noch aufgeholt, aber Arnd ist ein Supermann", sagte der Österreicher.

Bundestrainer ist begeistert

Christoph Stephan rettete mit 15,1 Sekunden Rückstand mit einer Zehntel Vorsprung auf Platz vier seinen ersten Podestplatz im Olympiawinter.

Bundestrainer Frank Ullrich war begeistert: "Das ist auch für mich eine Überraschung, dass die beiden ganz vorn ankommen. Das ist ein gutes Omen für Olympia."

Speziell für Peiffer, der in Abwesenheit des vorzeitig abgereisten Dreifach-Olympiasiegers Michael Greis eine perfekte Leistung zeigte.

Im 20-km-Rennen am Donnerstag war er noch gestürzt und musste 20 Euro in die Mannschaftskasse zahlen, diesmal "war ich läuferisch gut drauf und habe am Schießstand die richtige Mischung zwischen Sicherheit und Schnelligkeit gefunden." Laut Frank Ullrich bestand "das Geheimnis in seinem bedächtigen Schießen".

Auch Birnbacher stark

Auch Andreas Birnbacher auf Platz zehn zeigte einen deutlichen Aufwärtstrend und hatte auch eine Begründung für den deutschen Durchbruch auf 1500 Meter Höhe über dem Meeresspiegel parat:

"Wir haben uns an die Höhenluft gewöhnt und konnten besser durchschnaufen." (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender).

Das galt allerdings nicht für die drei Olympiakandidaten, die noch um die zwei vakanten Tickets für Vancouver kämpfen. Olympiasieger Michael Rösch und Alexander Wolf landeten auf den Plätzen 27 und 28, Simon Schempp unter ferner liefen. Die letzte Chance auf die Fahrkarte nach Kanada ist nun das Jagdrennen am Sonntag.

Neuner will dritten Sieg

Dann wird Arnd Peiffer als gejagter Spitzenreiter an den Start gehen und am liebsten den Doppelsieg als Motivation für Olympia perfekt machen: "Ich bin das zweite Mal in dieser Position. Beim ersten Mal hat es nicht geklappt, aber ich gebe mir alle Mühe und bin hoffentlich etwas gereift."

Und wenn es bei den deutschen Männern nicht klappt, bleibt immer noch die sechsmalige Weltmeisterin Neuner. Sie geht ebenfalls als Spitzenreiterin an den Start und will den dritten Sieg in Folge auf dem Weg zu Olympia-Gold feiern: "Ich will immer ganz oben stehen."

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