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Magdalena Neuner ist als Achtplatzierte des Sprint-Weltcups drittbeste Deutsche © getty

Das Schmuddelwetter in Whistler lässt Magdalena Neuner vor dem Sprint kalt. Doch für Konstanz bürgt eine andere Deutsche.

Whistler - Im Wolfsrevier haben die deutschen Biathleten Gold im Visier. "Ich bin bestens vorbereitet und freue mich auf meine ersten Wettkämpfe bei Winterspielen. Was soll jetzt noch schiefgehen?", sagt Magdalena Neuner.

Selbst der erste im Olympic Park von Whistler gesichtete Wolf konnte der sechsmaligen Weltmeisterin keine Angst einjagen.

Magdalena Neuner verstaute nach dem 90-minütigen Üben und nahezu perfekter Schießleistung zufrieden ihre Trainings-Startnummer 92 in der Sporttasche.

"Natürlich träumt jeder Sportler vom Olympiagold", sagte Neuner, die am Dienstag ihren 23. Geburtstag feierte.

Alle vier laufen um den Sieg

Die größte Konkurrenz im 7,5-km-Sprint am Samstag (22 Uhr LIVE) kommt wohl aus dem eigenen Lager. (DATENCENTER: Der Olympia-Zeitplan)

Die dreimalige Olympiasiegerin Kati Wilhelm, die Doppel-Olympiasiegerin von Salt Lake City 2002 Andrea Henkel und Vizeweltmeisterin Simone Hauswald sind ebenfalls gut in Schuss.

Das Wetter könnte die Medaillenpläne aber durchkreuzen. Neuschnee, dann Regen und Wind - da wird die technische Abteilung nervös.

Bundestrainer Uwe Müssiggang hat aber vollstes Vertrauen: "Wir bringen vier Sportlerinnen an den Start, die alle wissen, dass sie um den Sieg laufen können."

Drei weitere Debütanten für den DSV

Neuner gewann den letzten vorolympischen Weltcup-Sprint vor zwei Wochen in Antholz überlegen, Henkel hat auch schon zwei Saisonsiege auf dem Konto (Andrea Henkel im Sport1.de-Interview), Hauswald war ausgerechnet im Prestige-Sprint in Oberhof die Beste, und Wilhelm in 8 von 14 Saisonrennen unter den Top Ten.

Dreifach-Olympiasieger Michael Greis ist nach eigener Aussage voll im Plan. Doch das Männer-Team gehört diesmal wohl eher zu den Außenseitern.

Neben Greis sind in Youngster Arnd Peiffer, Christoph Stephan und Andreas Birnbacher gleich drei Debütanten am Sonntag auf der olympischen Bühne am Start.

Wetterlotterie nicht unwahrscheinlich

"Du kannst den Jungs immer wieder erzählen, dass sie ein ganz normales Rennen laufen sollen. Wenn sie die fünf großen, grünen Olympia-Ringe über dem Schießstand sehen, schlägt das Herz einfach höher", sagt Männer-Coach Frank Ullrich.

Nach zwei Wochen Schmuddelwetter ist "cool bleiben" für das Techniker-Team Pflicht. "Das könnte eine Lotterie werden", sagt Müssiggang: "Aber niemand weiß, wie sich das Wetter entwickelt."

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