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Magdalena Neuner (r.) im Wettlauf mit Anastasia Kusmina © getty

Magdalena Neuner peilt im Massenstart den nächsten Triumphzug an. Titelverteidiger Greis hat dagegen nur Außenseiterchancen.

Whistler - Magdalena Neuners Medaillenhatz geht weiter.

"Der Massenstart liegt mir. Da sind meine Chancen aufs Siegerpodest sehr gut", sagt der Biathlon-Star. Gold und Silber hat sie schon, und der kleine Ausrutscher über die 15 km (Platz 10) ist längst abgehakt.

Im Massenstart gehört die 23-Jährige am Sonntag (22 Uhr LIVE) zu den Topfavoriten.

Dagegen sind die Männer um Turin-Olympiasieger Michael Greis (19.45 Uhr LIVE) nur krasse Außenseiter in der jüngsten olympischen Biathlon-Disziplin.

"Natürlich bin ich mit Gold und Silber definitiv zufrieden", sagt Magdalena Neuner: "Aber ich weiß genau, dass ich noch mehr schaffen kann. Im Massenstart und natürlich am Ende mit der Staffel. Da sind wir unheimlich heiß auf die Medaille." 204083(DIASHOW: Neuners goldene Verfolgungsjagd)

Attraktivster Wettkampf

Magdalena Neuner hat neben dem WM-Titel von 2008 im Massenstart schon drei Weltcup-Triumphe im attraktivsten Biathlon-Wettkampf auf dem Konto.

"Da geht es vom Start weg Frau gegen Frau. Da geht es auch mal sehr eng zu. Das gefällt mir", sagt sie.

Startberechtigt auf der 12,5-km-Distanz sind alle bisherigen Medaillengewinner von Whistler sowie die Biathleten aus den Top 15 der Weltcup-Rangliste, die noch keine Medaillen gewonnen haben.

Aufgefüllt wird das 30-köpfige Starterfeld mit den Punktbesten einer Olympia-Rangliste, die nach den ersten drei Rennen erstellt worden ist.

Wilhelm will endlich Edelmetall

Hinter Neuner qualifizierten sich die Massenstart-Weltmeisterin von 2007, Andrea Henkel, die Olympia-Zweite von 2006, Kati Wilhelm, und Simone Hauswald als 3., 4. und 6. des Gesamtweltcups sicher für die letzte Einzelentscheidung der Biathleten.

Das Trio ist bisher leer ausgegangen. "Der Druck ist riesig. Ich will unbedingt eine Einzelmedaille", sagt Kati Wilhelm. Im 15-km-Rennen hatte sie als Vierte dieses Ziel ganz knapp verfehlt.

Greis nur Außenseiter

Greis meint zur recht aussichtslosen Mission Titelverteidigung: "An das Rennen in Turin denke ich nicht mehr. Das bringt mich nicht weiter. Ich will schneller laufen als zuletzt. Da könnte auch für mich noch etwas drin sein."

Der 33-Jährige war vor vier Jahren erster Massenstart-Olympiasieger geworden.

Greis ist diesmal hinter Norwegens Topstars Emil Hegle Svendsen und Ole Einar Björndalen aber allenfalls ein Kandidat für Bronze.

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