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Die Bob-Strecke im Whistler Sliding Center hat 16 Kurven und ist 1450 Meter lang © getty

Der Dachverband verbietet jede Stellungnahme zur Hochgeschwindigkeitsbahn. Heftige Kritik gibt es vom deutschen Sportdirektor.

Whistler - Gefahr für die Athleten, Maulkorb für die Trainer: Der Bob-Weltverband FIBT hat vor Beginn der Wettkämpfe bei den Olympischen Spielenfür einen Eklat gesorgt.

Nach dem tödlichen Unfall des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili verbot FIBT-Vizepräsident und -Kommunikationsdirektor Paul Pruszynski den Trainern und Aktiven sich über die gefährliche Hochgeschwindigkeitsbahn im Whistler Sliding Centre zu äußern. (Zeitplan: 17 Tage, 86 Entscheidungen)

Einen entsprechenden Bericht von Welt Online bestätigte der deutsche Sportdirektor Thomas Schwab.

"Das ist für mich skandalös. Das ist ein Witz", sagte er dazu.

Acht Stürze im ersten Training

Nach gleich acht Stürzen in den ersten beiden Bob-Trainingsläufen berät nun Bahnbau-Kommission das weitere Vorgehen, um den schnellsten Eiskanal der Welt zu entschärfen.

"Die FIBT ist da nicht gut aufgestellt. Aber ich hoffe auf eine Lösung", sagte Schwab.

Im ersten Zweierbob-Training hatten zahlreiche Athleten große Probleme. Auch Karl Angerer kippte mit seinem Schlitten um.

Für diese Fälle hatte Pruszynski in einer Mannschaftsführersitzung einen Maulkorb angeordnet. Wer sich nicht an die Vorgabe halte, drohte Pruszynski, müsse mit Sanktionen rechnen. (DATENCENTER: Alle Wettbewerbe)

Anschieber im Krankenhaus

Neben Angerer stürzten auch die Schweizer Beat Hefti, Daniel Schmid und der Niederländer Edwin van Calker, außerdem Nicolae Istrate (Rumänien), Hiroshi Suzuki (Japan), Christopher Spring (Österreich) und Fabrizio Tosini (Italien). (Service: Der deutsche Kader)

Springs Anschieber Duncan Harvey musste sogar ins Krankenhaus gebracht werden.

Lange mit Bestzeit

Der dreimalige Olympiasieger Andre Lange ließ sich von den zahlreichen Stürzen unterdessen nicht aus der Ruhe bringen und fuhr im ersten Lauf Bestzeit.

Thomas Florschütz lag im zweiten Durchgang vorne.

Die Rodler hatten nach dem tödlichen Unfall die Strecke verkürzt und die Starts nach unten gelegt. So gingen die Herren vom Damenstart ins Rennen. Damen und Doppelsitzer starteten vom Juniorenstart.

Diese Möglichkeit haben die Bobfahrer nicht, da sie den Anlauf vom normalen Start benötigen. Am Donnerstagabend (MEZ) sollten zwei weitere Trainingsläufe stattfinden.

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