vergrößernverkleinern
Andrea Schöpp gewann schon Gold bei WM und Olympia © getty

Die 44-jährige wird nach ihrer verbalen Entgleisung zur Mannschaftsleitung bestellt. Danach entschuldigt sie sich bei Riesch.

Vancouver - Deutschlands beste Curlerin Andrea Schöpp hat Olympiasiegerin Maria Riesch um Entschuldigung gebeten.

Nach ihren despektierlichen Äußerungen gegenüber Riesch wurde die siebenmalige Europameisterin am Samstagmorgen von der deutschen Mannschaftsleitung zum Rapport bestellt.

"Wir waren beim Chef de Mission. Sie hat sich entschuldigt", sagte Ralph Schneider, der Sportdirektor des Deutschen Curling-Verbandes (DCV):

"Auch bei Maria Riesch, über Facebook. Damit ist die Sache für uns erledigt."

"Der gönne ich keine Medaille"

"Der gönne ich keine Medaille", hatte Schöpp am Donnerstag während ihres Spiels gegen Kanada vor laufender TV-Kamera erklärt, nachdem Riesch in Whistler Gold in der Super-Kombination gewonnen hatte.

Bei der Übertragung des ARD-Digitalsenders Einsfestival, bei der Andrea Schöpp verkabelt war, hatte sie ihre Mitspielerin Corinna Scholz nach dem Resultat der Kombination gefragt. (Zeitplan: Die Olympischen Spiele)

Als sie von dem Ergebnis hörte, sagte die 44-Jährige: "Scheiße, immer wenn die gut fährt, verlieren wir." Was Schöpp und Co. dann auch prompt taten (5:6 nach Zusatzend).

Vonn will zurückschlagen

Andrea Schöpp war in der Vergangenheit wiederholt wegen verbaler Fehltritte aufgefallen. Ihre Antipathie gegen Maria Riesch, die ebenfalls in Garmisch wohnt, begründete sie so:

"Wenn die mal lernen würde, vernünftig zu grüßen, dann gönne ich ihr auch eine Medaille." Ralph Schneider meinte dazu genervt: "Solche Aussagen bei Olympia sind dämlich. (Andrea Schöpp im Sport1.de-Interview)

Die beiden werden bestimmt keine Freundinnen, aber ich würde mich hier gerne aufs Sportliche konzentrieren."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel