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Florian Busch begann spielt seit 2002 bei den Eisbären Berlin © getty

Der DEB verzichtet in Vancouver auf die Dienste des Berliner Stürmers. Für die WM macht Franz Reindl ihm jedoch Hoffnung.

Berlin - Die Vergangenheit hat Florian Busch eingeholt und seinen Traum von Olympia platzen lassen.

Trotz der Wiederaufnahme in den Testpool der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA wird der Eishockey-Nationalspieler definitiv nicht bei den Winterspielen von Vancouver an den Start gehen (DATENCENTER: Spielplan von Vancouver).

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) verzichtet auf eine Nominierung des 24-Jährigen von Meister Eisbären Berlin beim Deutschen Olympischen Sport-Bund (DOSB).

"Florian Busch ist nicht dabei, weil die erforderlichen Fristen nicht erfüllt werden konnten. Die Zeit für eine Ausnahmegenehmigung hat nicht ausgereicht", sagte DEB-Generalsekretär Franz Reindl.

Hoffnung für Heim-WM

Für eine Teilnahme an der drei Monate später stattfindenden WM im eigenen Land (7. bis 23. Mai) machte Reindl dem Angreifer aber Hoffnung: "Wir denken, dass bis dahin alles geregelt sein wird und er uns wieder zur Verfügung steht."

Busch hatte erst am 29. Dezember 2009 die Athletenvereinbarung unterschrieben. Zwar nahm die NADA den Angreifer daraufhin wieder in den Testpool auf, allerdings schreiben die Nominierungsrichtlinien des DOSB eine Eingliederung im Testpool seit dem 1. Januar 2009 vor.

Krupp kann nicht, muss aber verzichten

Der DOSB hätte im Fall Busch eine Ausnahmegenehmigung erteilen müssen. Der Fakt, dass sich der DEB nun zum Verzicht von Busch entschied, lässt den Schluss zu, dass eine Ausnahmeregelung vom DOSB bis zur letzten Nominierungsrunde am kommenden Freitag wohl nicht erteilt worden wäre.

Bundestrainer Uwe Krupp hatte Busch vorsorglich nicht in den vorläufigen 35-Mann-Kader für Olympia berufen. Der frühere NHL-Profi hatte aber stets betont, aus rein sportlichen Gründen nicht auf den Stürmer verzichten zu können.

Dopingprobe verweigert

Die verpasste Olympia-Chance hat Busch einer verweigerten Dopingprobe am 6. März 2008 zu verdanken, die er erst später nachgeholt hat. Die Probe war negativ.

Der Berliner war zunächst nur mit einer Geldstrafe belegt worden. Der internationale Sportgerichtshof CAS verhängte dann jedoch eine Sperre bis zum 21. Februar 2011 wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien, die das Schweizer Bundesgericht aber wieder aufhob.

Erneut Ärger bei Dopingprobe

In der vergangenen Woche hatte Busch erneut Ärger provoziert.

Er war dabei beobachtet worden, wie er vor einer Dopingprobe wütend den Eishockeyschläger in die Ecke warf und schrie: "Nur weil ich das unterschrieben habe."

Damit dürfte die Athletenvereinbarung gemeint sein.

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