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Der Kanadier Wayne Gretzky gilt als der beste Eishockeyspieler aller Zeiten © getty

Vor dem Olympia-Auftakt gegen Schweden sorgt "The Great One" für große Euphorie. Die NHL-Profis befinden sich schon im Anflug.

Vancouver - Der erste Weg aufs Eis war ein bisschen beschwerlich, doch der olympischen Begeisterung tat es keinen Abbruch.

In voller Eishockey-Montur mit den Schlittschuhen in der Hand saßen die deutschen Nationalspieler im Bus, als der Fahrer in Downtown Vancouver falsch abbog. Nach 40 Minuten erreichten sie endlich die Trainingshalle, aber die Verspätung störte niemanden.

Laute Jubelschreie bei jedem Tor, Freudengesänge der Sieger und Liegestützen der Verlierer im Testspiel - im winzigen Britannia Centre im Stadtteil Grandview demonstrierten die deutschen Spieler olympische Hochstimmung, die "The Great One" höchstpersönlich entfacht hatte.

"Wayne Gretzky hat das Feuer entzündet, man hat gemerkt, dass das für jeden ein ganz besonderes Erlebnis war", schilderte Franz Reindl beim ersten Training die Eindrücke von der Eröffnungsfeier, die die deutsche Mannschaft tags zuvor gemeinsam besucht hatte.

"Das war überragend"

Nicht nur für den Bronzemedaillengewinner von Innsbruck, der jetzt als Sportdirektor des DEB seine insgesamt neunten Olympischen Spiele erlebt, war der Auftritt der lebenden Legende die ideale Einstimmung auf das größte Eishockey-Spektakel aller Zeiten.

"Das war überragend, man merkt sofort: Hier dreht sich alles nur um Eishockey", sagte der Berliner Sven Felski. (DATENCENTER: Der Spielplan von Vancouver)

Um die Stimmung bis zum Auftaktspiel am Donnerstag (ab 1.30 Uhr LIVE) gegen Olympiasieger Schweden weiter zu heben, lud Verteidiger Sven Butenschön seine Teamkollegen nach dem ersten Training zum Essen ein.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Nach der Rückfahrt zum Olympic Hockey Place, wo die Eishockey-Utensilien wieder in der Kabine verstaut wurden, ging es weiter nach Kitsilano. 170201(DIASHOW: Der Kader für Olympia)

"Ich wohne dort und habe bei einem Freund, der ein Restaurant hat, ein paar Sachen bestellt", sagte der Deutsch-Kanadier, der mit Frau Allison und den Kindern Magnus (10) und Layla (5) in der Olympiastadt zu Hause ist.

Der ehemalige NHL-Profi wollte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. "Es gibt ein bisschen Abwechslung vom Essen im Olympischen Dorf", sagte er, "und außerdem bekommen meine Kinder etwas vom olympischen Gefühl mit."

NHL-Profis auf dem Weg

Die Eröffnungsfeier hatten sie nur am Fernseher verfolgt, beim ersten Spiel wollen sie wie Freunde und andere Verwandte im Stadion sein: "Ich hoffe, ich kriege genug Karten."

Dann wird das deutsche Team auch komplett sein. Die sieben NHL-Profis, die Bundestrainer Uwe Krupp nominiert hat, werden spätestens am Montag in Vancouver erwartet.

Torhüter Thomas Greiss (San Jose Sharks), Verteidiger Dennis Seidenberg (Florida Panthers) sowie die Angreifer Marco Sturm (Boston Bruins) und Jochen Hecht (Buffalo Sabres) sollten schon am Sonntag in den Flieger steigen.

"Wir schauen genau hin"

Lokalmatador Christian Ehrhoff (Vancouver Canucks), Alexander Sulzer und Marcel Goc (beide Nashville Predators) einen Tag später.

Was die deutschen Hoffnungsträger für das Olympia-Turnier in ihren letzten NHL-Spielen leisteten, beobachteten die Nationalmannschaftskollegen intensiv.

"In unserem Apartment läuft natürlich die NHL im Fernsehen", sagte Felski, "wenn unsere Jungs spielen, schauen wir genau hin."

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