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Jonathan Toew (r.) unterlag mit Kanada im WM-Finale 2008 Nabokows Russen mit 4:5 © getty

Team Canada und die Sbornaja rüsten sich fürs dritte Finale seit 2008. Das Duell Crosby gegen Owetschkin elektrisiert die Fans.

Von Rainer Nachtwey

München/Vancouver - 2008 und 2009 hieß das WM-Finale jeweils Kanada gegen Russland: 2007 gewannen die Kanadier WM-Gold in Russland, zuletzt zwei Mal die Russen, darunter bei den Titelkämpfen 2008 in Halifax.

Und auch bei den anstehenden Olympischen Spielen zählen beide zu den großen Favoriten auf Gold. (DATENCENTER: Der Spielplan von Vancouver)

Doch während sie bei den Weltmeisterschaften wie 2009 in Bern größtenteils auf ihre Stars verzichten müssen, treten Kanada und Russland in Vancouver mit der Creme de la Creme des Eishockeys an.

Vor dem Start des olympischen Eishockey-Turniers vergleicht Sport1.de beide Teams.

Trainer

Kanada: Mike Babcock

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Der Trainer der Detroit Red Wings hat zwar nur einen großen Titel gewonnen: 2008 den Stanley Cup mit den Red Wings. Seit der Saison 2003, als er den krassen Außenseiter Mighty Ducks of Anaheim in die Stanley-Cup-Finals führte, gilt er aber als Meister seines Faches.

Babcock genießt vor allem wegen seiner taktischen Ideen großes Ansehen. (Hier geht's zu Teil 2: Abwehr und Sturm)

Russland: Wjatscheslaw Bykow

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Bykow hat das geschafft, woran etliche Vorgänger in Russland gescheitert sind: Aus talentierten, zum Teil auch verwöhnten Einzelspielern eine Mannschaft zu bilden. Mit den beiden WM-Titeln in den letzten zwei Jahren hat Bykow dies unter Beweis gestellt.

Wegen seinem Umgang mit den Stars genießt Bykow bei den Spielern als auch im Verband eine hohe Wertschätzung.

Torhüter

Kanada: Martin Brodeur (Roberto Luongo, Marc-Andre Fleury)

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Bereits vor der Saison und der Nominierung wurde in Kanada viel über die Torhüterposition diskutiert: Ist Brodeur schon zu alt? Kann man den Rekordkeeper zu Hause lassen?

Der Torhüter der New Jersey Devils nahm General Manager Steve Yzerman, mit dem er gemeinsam in Salt Lake City die Goldmedaille gewann, die Antwort ab und zeigte, dass der mittlerweile 38-Jährige immer noch zu den Besten seiner Zunft gehört. (Die Kader der Olympia-Teilnehmer)

Aufgrund seiner Erfahrung wird Coach Mike Babcock voraussichtlich auf Brodeur setzen, auch wenn Luongo den heimischen Canucks-Fans noch mehr Enthusiasmus entlocken würde (NEWS: Luongo bestreitet erstes Spiel).

Fleury der zweite Mann?

Aber in den Playoffs 2009 zeigte Luongo unbekannte Schwächen, als er in den entscheidenden Spielen gegen Chicago patzte.

Deshalb sehen einige Experten Fleury als Backup von Brodeur. Der Keeper der Pittsburgh Penguins hatte als starker Rückhalt großen Anteil am Stanley-Cup-Sieg und der Finalteilnahme im Vorjahr.

Russland: Jewgeni Nabokow (Ilja Bryzgalow, Semjon Warlamow)

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Das russische Trio steht den Kanadiern in nichts nach. Einzig hinter Warlamow steht ein kleines Fragezeichen.

Der 21-Jährige zeigte in der vergangenen Saison starke Leistungen, gab aber erst am vergangenen Freitag nach einer Knieverletzung sein Comeback im Kasten der Capitals.

Allerdings wird Warlamow die Spiele wohl in Zivil verfolgen. Als Nummer eins ist Nabokow bei Trainer Wjatscheslaw Bykow gesetzt. Bryzgalow ist die Nummer zwei.

(Hier geht's weiter zu Teil 2: Abwehr und Sturm)

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