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Setzt sich Penguins-Mann Crosby (l.) wie in der NHL gegen Capitals-Star Owetschkin durch? © getty

Team Canada und die Sbornaja rüsten sich fürs vierte Finale in vier Jahren. Sport1.de vergleicht die Kader der Olympia-Favoriten.

Von Rainer Nachtwey

München/Vancouver - 2008 und 2009 hieß das WM-Finale jeweils Kanada gegen Russland: Und auch bei den anstehenden Olympischen Spielen zählen beide zu den großen Favoriten auf Gold.

Kanada gegen Russland, Sidney Crosby gegen Alex Owetschkin elektrisiert die Eishockey-Fans, zumal das Duell der beiden Superstars als Fortsetzung jener unglaublichen Playoffserie zwischen Crosbys Pittsburgh Penguins und "Ovies" Washington Capitals angesehen wird. (DATENCENTER: Der Spielplan von Vancouver)

Vor dem Start des olympischen Eishockey-Turniers vergleicht Sport1.de beide Teams. Im zweiten Teil stehen Abwehr- und Sturmreihen auf dem Prüfstand.

Abwehr

Kanada

Wenn eine Nation einen 30-Tore-Mann nicht in den Olympiakader beruft, ist normalerweise das Geschrei groß. Noch größer müsste es sein, wenn es sich dabei auch noch um einen Verteidiger handelt.

Doch nicht über Mike Green, der letzte Saison erstmals seit Paul Coffey 1989 die 30-Tore-Marke geknackt hatte, wurde diskutiert, viel mehr über die Nichtberücksichtigung von Dion Phaneuf. (Hier geht's zurück Teil 1: Trainer und Torhüter)

Mit Scott Niedermayer, Chris Pronger und Dan Boyle hat Yzerman drei erfahrene Spieler in den Kader berufen, gespickt mit hochtalentierten jungen und hungrigen Spielern.

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Mit dem wohl besten Verteidigerpaar

Zudem hat Kanadas GM einen cleveren Schachzug getätigt und das derzeit wohl beste Verteidigerpaar der Liga mit Duncan Keith und Brent Seabrook (Foto) nicht auseinandergerissen. Während Seabrook statistisch weit weniger auffällig ist, ergänzen sich beide perfekt.

Shea Weber stellte bereits bei der WM 2009 in Bern seine Klasse auf der internationalen Bühne unter Beweis, als er mit vier Toren und acht Assists viertbester Scorer des Turniers war.

Drew Doughty, der bei den Los Angeles Kings eine überragende Saison spielt, wird wohl die wenigste Spielzeit des Septetts erhalten.

Russland

Lange Zeit war fraglich, ob Andrej Markow (Foto) bis zu den Olympischen Spielen wieder fit werden würde.

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Aber Russlands wichtigste Stütze in der Verteidigung hat sich von seiner Sehnenverletzung im Fuß erholt, die er sich im ersten Saisonspiel auf kuriose Weise zugezogen hatte.

Bei einem Zusammenprall mit dem eigenen Keeper Carey Price durchschnitt Prices Schlittschuh die Sehne des Kapitäns der Montreal Canadiens. Gemeinsam mit Oldie Sergej Gontschar führt der 31 Jahre alte Routinier die junge Verteidigungslinie der Russen an.

Kalinin hält Sabres-Abwehr zusammen

Die KHL-Spieler Konstantin Kornejew und Ilja Nikulin haben bereits bei drei Weltmeisterschaften ihre Klasse unter Beweis gestellt.

Anton Woltschenkow (Ottawa), Denis Grebeschow (Edmonton) und Fedor Tjutin (Columbus) gehören bei ihren Klubs zu den Leistungsträgern.

Dmitri Kalinin, der vor der Saison aus Phoenix in die KHL zu Salawat Julajew Ufa geweechselt war, war lange Zeit in Buffalo der unumstrittene Anker der Sabres-Abwehr.

Sturm

Kanada

Kein Martin St. Louis, kein Jason Spezza, kein Vincent Lecavalier, kein Brad Richards und kein Ryan Smyth: Ohne das 11-Tore- 15-Assists-Duo von der letzten WM, ohne einen 52-Tore-Stürmer, ohne den Playoffs-MVP von 2004 und ohne "Captain Canada" nehmen die Ahornblätter das Unternehmen Gold in Angriff.

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Allerdings ist der Kader wieder gespickt an Hochkarätern. (Die Kader der Olympia-Teilnhmer)

Mit Jarome Iginla steht zwar nur noch ein Stürmer von Salt Lake City 2002 im Kader, allerdings stimmt ähnlich wie beim letzten Triumph die Mischung aus Spielmachern (Croysby (Foto), Thornton, Getzlaf, Bergeron), Scorern (Nash, Marleau, Heatley, Toews, Perry) und Arbeitern (Morrow, Staal, Iginla).

Russland

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Owetschkin (Foto), Malkin, Kowaltschuk, Dazjuk? Schon beim Lesen der Kaderzusammenstellung kommen Eishockey-Fans ins Schwärmen: technisch brillante Spieler gepaart mit außergewöhnlichem Torriecher.

Doch nicht nur die NHL-Stars erhalten bei Trainer Bykow den Vorzug. Der Coach stellte eine ähnliche, erfolgreiche Mischung bei den letzten Weltmeisterschaften aus Spieler aus Nordamerika und der KHL zusammen.

Die ehemaligen NHL-Cracks Fedorow, Koslow, Radulow und Fahnenträger Morosow bilden mit Zaripow und Zinowjew den KHL-Block innerhalb des Teams.

(Hier geht's zurück Teil 1: Trainer und Torhüter)

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