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Mathis Olimb kommt vor Kanadas Kasten zu Fall, ein Tor glückt Norwegen nicht © getty

Die Gastgeber fertigen Norwegen ab, die Russen antworten gegen Lettland. Crosby eröffnet das Fernduell mit Owetschkin nervös.

Vancouver - Mit einem Schützenfest hat Kanada seine "Mission Gold" im Eishockey-Turnier der Olympischen Spiele gestartet.

Der siebenmalige Olympiasieger um Superstar Sidney Crosby hielt dem enormen Erwartungsdruck eines ganzen Landes stand und gewann nach anfänglichen Schwierigkeiten im ersten Spiel in Vancouver gegen Außenseiter Norwegen deutlich mit 8:0 (0:0, 3:0, 5:0).

Kanadas Kampfansage ließ den größten Konkurrenten um den Olympiasieg jedoch unbeeindruckt. Die vom starken Alexander Owetschkin angeführten Russen gaben mit dem 8:2 (3:0, 1:0, 4:2) gegen Lettland die passende Antwort.

Stürmerstar Owetschkin steuerte dabei zwei Treffer (20. und 41.) bei.

Nervös und übermotiviert

Beide Teams verstärkten mit dem torreichen Fernduell zum Auftakt Hoffnungen auf das mögliche Traum-Finale am Schlusstag der Spiele. Zuvor hatten die USA mit einem 3:1 (1:0, 2:0, 0:1) gegen die Schweiz das größte Eishockey-Spektakel der Geschichte eröffnet. (Head to Head: Großmächte wollen nächste Kollision)

Die Treffer für die Ahornblätter erzielten Jarome Iginla (23., 48. und 59.), Dany Heatley (25. und 47.), Mike Richards (32.), Ryan Getzlaf (45.) und Corey Perry (52.). (Die Kader der Olympia-Teilnehmer)

Vor 16.652 Zuschauern im ausverkauften Canada Hockey Place wirkten die Kanadier im ersten Drittel nervös und übermotiviert. Zwar hielten sie größtenteils die Scheibe in ihren Reihen, doch beim Abschluss scheiterten die NHL-Stars entweder an den eigenen Nerven oder am starken norwegischen Torhüter Pal Grotnes.

"Sid the Kid" scheitert freistehend

Auch Stanley-Cup-Sieger Crosby, der bei seiner Olympia-Premiere in einer Reihe mit Rick Nash und Patrice Bergeron stürmte, wusste anfangs keinen Rat gegen den tapfer verteidigenden Weltranglisten-Elften. In der 17. Minute scheiterte "Sid the Kid" völlig freistehend an Grotnes.

In der 23. Minute war die Gegenwehr der Norweger aber doch gebrochen, als Iginla in Überzahl mit einem wuchtigen Schlagschuss traf.

Nach dem befreienden Führungstor brannten die Kanadier ein Offensiv-Feuerwerk ab und ließen dem Gegner kaum noch Luft zum Atmen.

Brodeur nur auf der Bank

Beim Gastgeber erhielt im Tor Roberto Luongo von den Vancouver Canucks den Vorzug vor Superstar Martin Brodeur. Der Lokalmatador zeichnete sich vor allem beim Unterzahlspiel das ein oder andere Mal aus.

Die Fans, die seit Monaten auf diesen Tag hingefiebert hatten, verwandelten derweil die Halle in ein rot-weißes Tollhaus.

Mit Kanada-Flaggen feierten sie ihre Stars und sich selbst. Bereits beim Aufwärmen von Crosby und Co. hießen sie ihre Lieblinge mit frenetischen "Go Canada go!"-Rufen willkommen.

Horrende Schwarzmarktpreise

Als NHL-Legende Wayne Gretzky auf dem Videowürfel eingeblendet wurde, brandete ein Jubelorkan auf.

Vor den Toren des Stadions hatten sich zuvor hunderte Menschen versammelt, um die Ankunft der Mannschaft mitzuerleben und einen Blick auf die Stars zu erhaschen.

Auf dem Schwarzmarkt mussten Fans bis zu 3000 kanadische Dollar hinblättern, um live dabei zu sein.

Schweiz trifft nur nach Miller-Patzer

Die jungen und erfolgshungrigen Amerikaner hatten sich zuvor gegen die Schweizer zunächst schwer getan. (DATENCENTER: Der Spielplan von Vancouver)

Nach dem Führungstreffer durch Bobby Ryan (19.) gewannen die Offensiv-Aktionen der US-Boys jedoch immer mehr an Sicherheit.

David Backes (26.) und Ryan Malone (29.) erzielten die weiteren Treffer für das überlegende Team von Coach Ron Wilson. Den Ehrentreffer für die Eidgenossen erzielte Roman Wick in der 50. Minute nach einem schweren Fehler von US-Goalie Ryan Miller.

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