vergrößernverkleinern
Predators-Verteidiger Alexander Sulzer (r.) leitete das zweite Gegentor ein © getty

Zum Auftakt verliert Deutschland knapp gegen Schweden. Zwei deutsche NHL-Asse scheitern am Aluminium, zwei schwedische treffen.

Vancouver - Die deutsche Nationalmannschaft hat sich bei ihrem ersten Auftritt beim größten Eishockey-Spektakel der Geschichte sehr gut aus der Affäre gezogen.

Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp hielt beim 0:2 (0:0, 0:2, 0:0) gegen Olympiasieger Schweden das Spiel lange Zeit offen.

Sogar ein besseres Ergebnis war für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen den Gold-Aspiranten mit 19 NHL-Stars (Die Kader der Olympia-Teilnehmer) möglich: Latte und Pfosten verhinderten die Führung.

Nun gegen die Finnen

Die elfte Niederlage im 13. Olympia-Vergleich mit den Tre Kronor besiegelten Mattias Öhlund von den Tampa Bay Lightning (25.) und Loui Eriksson von den Dallas Stars (35.).

Im zweiten Spiel wird es für das Krupp-Team mit seinen sieben NHL-Profis nicht viel leichter: Ex-Weltmeister Finnland ist am Samstag (6 Uhr LIVE) Gegner. (DATENCENTER: Der Spielplan von Vancouver)

Der Silbermedaillengewinner von Turin gewann sein Auftaktspiel 5:1 gegen Weißrussland.

"Darauf kann man aufbauen"

"Wir wollten ein unbequemer Gegner sein. Das ist uns gelungen", sagte Krupp: `Wir hatten leider nicht das nötige Glück, dann wäre es noch enger geworden. Es war ein guter Start. Darauf kann man aufbauen."

Die junge deutsche Mannschaft mit 15 Olympia-Neulingen überraschte den Favoriten zunächst. Mit viel Kampf, taktischer Disziplin, aber auch viel Zug zum Tor hielt sich die DEB-Auswahl an die Vorgabe von Trainer Krupp.

Vom befürchteten Angriffswirbel der Schweden um die Lokalmatadoren Henrik und Daniel Sedin war im ersten Drittel noch wenig zu sehen.

NHL-Reihe macht Dampf

Mit tosendem Beifall hatten die 16.500 Fans Verteidiger Christian Ehrhoff empfangen, der Profi der Vancouver Canucks bestreitet beim Olympia-Turnier ein Heimspiel. Noch lauter allerdings wurden die Zuschauer, als die Sedin-Zwillinge vorgestellt wurden.

Das deutsche Team beschränkte sich nicht nur auf die Defensive, sondern beschäftigte den schwedischen Star-Goalie Henrik Lundqvist von den New York Rangers mehr als erwartet.

Vor allem die Paradereihe mit den drei NHL-Profis Marco Sturm (Boston Bruins), Marcel Goc (Nashville Predators) und Jochen Hecht (Buffalo Sabres) entwickelte Druck auf das Tor der Tre Kronor.

Kein Tor beim 5:3-Powerplay

Sturm hatte auch die erste Chance zur Führung, als er in der siebten Minute an Lundqvist scheiterte.

Unterstützt von immer lauteren "Deutschland, Deutschland"-Rufen im Canada Hockey Place hielt die DEB-Auswahl das Spiel offen, gab im ersten Drittel sogar mehr Schüsse ab (7:6).

Glück hatten die Schweden gleich nach Wiederbeginn. Nach einem Bandencheck von NHL-Rauhbein Johnny Oduya gegen Sturm spielte die deutsche Mannschaft 68 Sekunden mit 5:3 und traf zweimal das Torgestänge: Zunächst fälschte Hecht einen Schuss an die Latte ab (21.), wenig später traf Ehrhoff mit einem mächtigen Schlagschuss den Pfosten (22.).

Sulzers folgenschwerer Patzer

Deutlich effektiver waren die Schweden im Powerplay: Als der Kölner Marcel Müller auf der Strafbank saß, überwand Öhlund den starken deutschen Torwart Thomas Greiss (San Jose Sharks) mit einem Schlagschuss in den Winkel (25.).

Die individuelle Klasse des achtmaligen Weltmeisters zeigte sich beim 2:0: Nicklas Bäckström, bei den Washington Capitals Sturmpartner von Superstar Alexander Owetschkin, spielte nach einem Fehler von Alexander Sulzer (Nashville Predators) alleine die deutsche Abwehr aus, Eriksson musste den Puck nur noch über die Linie drücken.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel