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Brenden Morrow überwindet Nabokow: Russlands viertes Gegentor im ersten Drittel © getty

Crosby und Co. nehmen Revanche und fügen Russland im Viertelfinale eine historische Pleite zu. Der Olympiasieger scheitert.

Vancouver - Die kanadischen Eishockey-Stars haben nach einer Gala gegen den Erzrivalen Russland das Halbfinale erreicht und den vermeintlich größten Konkurrenten um Olympia-Gold aus dem Weg geräumt.

Der siebenmalige Olympiasieger gewann das von der ersten Sekunde an packende Viertelfinale gegen den Weltmeister mit 7:3 (4:1, 3:2, 0:0).

Für die enttäuschenden Russen war die Niederlage demütigend und historisch zugleich: Zum ersten Mal seit ihrer Winter-Olympia-Premiere 1956 verpasste die Sbornaja den Sprung unter die besten vier Teams.

Schweden scheitern an der Slowakei

In der Vorschlussrunde trifft Kanada (Sa., 3.30 Uhr LIVE) überraschend auf die Slowakei, die Olympiasieger Schweden mit 4:3 (0:0, 3:2, 1:1) aus dem Turnier warf.

Bereits zuvor hatten die USA nach einem hart erkämpften 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) gegen die Schweiz das Halbfinale erreicht.

Dort treffen die Amerikaner am Freitag (21 Uhr LIVE) auf Finnland. Der Silbermedaillengewinner von Turin setzte sich in einem Defensiv-Duell gegen Tschechien mit 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) durch.

Owetschkin kaum zu sehen

Bei den Ahornblättern glänzte vor allem die nominell vierte Reihe, von der Ryan Getzlaf (3.), Dan Boyle (13.), Brenden Morrow (19.) und Corey Perry (24. und 30.) trafen.

Die restliche Tore erzielten Rick Nash (13.) und Shea Weber (25.). Für das russische Team, in dem NHL-Superstar Alexander Owetschkin untertauchte, trafen Ilja Kalinin (15.), Maxim Afinogenow (25.) und Sergej Gontschar (32.).

Vor 17.500 Zuschauern im Canada Hockey Place schenkten sich beide Teams keinen Zentimeter auf dem Eis, wobei der Gastgeber aggressiver und zielstrebiger war.

Demütigung für Nabokow

Angetrieben von den euphorisierten Fans suchten die Kanadier, die nur 24 Stunden zuvor in der Playoff-Runde Deutschland mit 8:2 nach Hause geschickt hatten, sofort ihr Heil in der Offensive.

Nach dem 1:6 nahm Russlands Coach Wjatscheslaw Bykow seinen desolaten Torhüter Jewgeni Nabokow für Ilja Brysgalow vom Eis.

Parise schnürt Doppelpack

Die Amerikaner, die spätestens nach dem 5:3 in der Gruppenphase gegen Gastgeber Kanada zu ernsthaften Medaillen-Kandidaten avancierten, durften sich zuvor beim Doppeltorschützen Zach Parise (43. und 60.) für den Sprung unter die besten vier Teams bedanken.

Die Schweizer belegten im letzten Turnier unter Trainer Ralph Krueger, der nach 13 Jahren sein Amt niederlegt, in der Endabrechnung den achten Platz.

In der Thunderbird Arena mussten die Zuschauer bis sieben Minuten vor Schluss auf den ersten Treffer warten. Niklas Hagman brachte die Finnen in Führung. Valtteri Filppula traf 95 Sekunden vor Schluss ins leere Tor.

Demitra ebnet Weg zum Erfolg

Im letzten Viertelfinale entzauberten die Slowaken den Olympiasieger von Turin.

Marian Gaborik (28.), Andrej Sekera (29.), Lokalmatador Pavol Demitra von den Vancouver Canucks (40.) und Tomas Kopecky (50.) trafen für den Weltmeister von 2002, Patric Hörnqvist (34.), Henrik Zetterberg (35.) und Daniel Alfredsson (50.) konnten mit ihren Toren das Aus der Schweden nicht verhindern.

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