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Aljona Savchenko und Robin Szolkowy werden seit 2003 von Ingo Steuer trainiert © getty

Das deutsche Duo wahrt durch ein gelungenes Kurzprogramm seine Goldchance. Trotzdem gibt es Ärger über die Punktrichter.

Vancouver - Das Publikum verzaubert und die Goldchance gewahrt: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy dürfen in Vancouver weiter auf ihren ersten Olympiasieg hoffen.

Nach einem nahezu makellosen Kurzprogramm nehmen die Paarlauf-Weltmeister Rang zwei (75,96 Punkte) knapp hinter den Chinesen Shen Xue und Zhao Hongbo (76,66) ein.

Dritte sind die russischen Europameister Yuko Kawaguti und Alexander Smirnow (74,16) (DATENCENTER: Paarlauf/Kurzprogramm).

Vor 14.200 Zuschauern im ausverkauften Pacific Coliseum hielten die Schützlinge von Trainer Ingo Steuer dem Druck stand, als allerletztes Paar auf das Eis gehen zu müssen.

"Werden die Chance nutzen"

Von einer kleinen Insynchronität bei der Pirouette abgesehen, war beim Vortrag zur Musik "Send in the clowns" kaum ein Fehler auszumachen.

Der Vorsprung der Ex-Weltmeister aus dem Reich der Mitte von lediglich 0,7 Zählern ist somit in der Kür (ab 2 Uhr LIVE) aufholbar.

So sah es auch Aljona Savchenko, die mit der Bewertung allerdings nicht einverstanden war: "Das ist schwer zu verstehen. Aber wir haben die Chance und die werden wir nutzen."

Buhrufe von den Rängen

Ihr Partner ergänzte eine Spur diplomatischer: "Es ist immer schön, wenn man zumindest das Publikum überzeugen kann." Nicht wenige der 11.285 Zuschauer im Pacific Coliseum hatten unüberhörbar gebuht, weil die beiden Chemnitzer 0,7 Punkte weniger bekommen hatten als die Chinesen.

"Ich bin glücklich und zufrieden, es wurde ordentlich gewertet", sagte dagegen der bisher stets überkritische Trainer Steuer.

Chinesen zufrieden und fehlerfrei

Zufrieden war Zhao Hongbo: "Wir waren mit unserem Programm sehr zufrieden. Es war ein schönes Geschenk zum Valentinstag und ein guter Start ins neue Jahr."

Für alle Chinesen hatte am Sonntag das Jahr des Tigers begonnen.

Die beiden Asiaten ließen sich auch von der ungewohnten Startnummer eins nicht beeindrucken und lieferten zu Queens "Who wants to live forever" eine fehlerfreie Kurzkür ab.

Aus dem Medaillenrennen verabschieden mussten sich Maria Muchortowa und Maxim Trankow.

Ein Sturz des 26 Jahre alten Russen beim dreifachen Toe-Loop warf die beiden weit bis auf den achten Platz zurück.

Deutsche Meister unter den Erwartungen

Unter ihren Erwartungen blieben Maylin Hausch und Daniel Wende mit Rang 17. Die Deutschen Meister riskierten den Salchow nur doppelt, beim dreifachen Wurfsalchow musste die 21-Jährige die Landung mit der Hand abstützen.

Folgerichtig verfehlten die beiden Schützlinge von Trainer Karel Fajfr ihre bisherige Saisonbestleistung deutlich und fuhren sichtlich enttäuscht vom Eis.

"Es waren zu viele Wackler im Programm, das hat sich am Ende summiert", sagte der 25-Jährige niedergeschlagen.

Als Grund dafür führte er die mangelnde Erfahrung an: "Es sind unsere ersten Olympischen Spiele, das ist alles schon sehr beeindruckend."

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