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Aljona Savchenko und Robin Szolkowy laufen seit 2002 zusammen © getty

Fehler in der Kür werfen die Chemnitzer auf den Bronzerang zurück. Der Doppel-Axel geht schief. China feiert Gold und Silber.

Vancouver - Aljona Savchenko und Robin Szolkowy sind am Olympiasieg vorbeigetanzt, haben aber zumindest die Bronzemedaille gewonnen.

Die Paarlauf-Weltmeister aus Chemnitz mussten bei den Spielen in Vancouver den Sieg den Chinesen Shen Xue und Zhao Hongbo überlassen, die mit 216,57 Punkten vor ihren Landsleuten Pang Qing und Tong Jian (213,31) triumphierten (203822Die Bilder). Die Schützlinge von Trainer Ingo Steuer kamen auf 210,60 Zähler. (DATENCENTER: Paarlauf/Kür)

Vor 11.350 Zuschauern im Pacific Coliseum leisteten sich beide Deutschen einen Fehler. Die gebürtige Ukrainerin Savchenko sprang den dreifachen Toe-Loop nur doppelt, Szolkowy stürzte beim Doppelaxel.

Keine Medaille für Großmacht Russland

Dank einer gelungenen Choreographie zur Filmmusik "Jenseits von Afrika" sammelten die beiden Sachsen allerdings zumindest genug Punkte, um nicht ganz ohne Edelmetall aus Kanada heimzukehren.

Dennoch flossen bei der 26-jährigen Goldanwärterin Savchenko bei der Blumen-Zeremonie die Tränen.

Keine Goldchance hatten die nach dem Kurzprogramm drittplatzierten Russen Yuko Kawaguti und Alexander Smirnow. Den Europameistern unterliefen zwei schwere Patzer, darunter litt auch der Gesamteindruck des Programms zu Walzerklängen.

Damit blieb die Eiskunstlauf-Großmacht Russland erstmals überhaupt ohne olympische Paarlauf-Medaille.

Hausch/Wende auf Platz 17

Noch eine Nummer zu groß war die olympische Paarlauf-Konkurrenz für Maylin Hausch aus Oberstdorf und den Essener Daniel Wende. Die deutschen Meister, 17. nach dem Kurzprogramm, konnten sich in der Kür nur unwesentlich steigern und mussten somit auch am Ende mit dem 17. Platz zufrieden sein.

Ein besseres Abschneiden verhinderte ein Sturz der 21-Jährigen beim dreifachen Toe-Loop, zudem drehten die Schützlinge von Trainer Karel Fajfr den Salchow nur doppelt statt dreifach.

"Wir sind immer noch ein junges Paar und müssen noch viel lernen. Das sehen wir ganz realistisch", sagte Wende nach dem Olympia-Debüt, dem in vier Jahren in Sotschi eine zweiter Start folgen soll.

DEU-Vizepräsidentin Elke Treitz traut dies den EM-Neunten durchaus zu: "Sie haben dafür das Potenzial."

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