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Robin Szolkowy gewann mit Aljona Savchenko bereits fünf EM-Medaillen © getty

Die Zukunft des Paarläufers ist seit der verpatzten Olympia-Kür ungewiss. Eine adäquater Ersatz ist allerdings nicht in Sicht.

Vancouver - Die Ungewissheit flog mit zurück nach Deutschland. Hoch über den Wolken blieb Aljona Savchenko, Robin Szolkowy und Trainer Ingo Steuer viel Zeit, um über die weitere sportliche Zukunft der Olympia-Dritten 203822(Die Bilder) im Paarlauf zu beratschlagen.

Laufbahn-Ende oder Fortsetzung der Karriere - nach der Enttäuschung von Vancouver gibt es mehr Gesprächsbedarf denn je.

Doch wie auch immer die Entscheidung ausfällt, zumindest der Termin für die Verkündigung steht bereits fest.

"Wir werden unseren Beschluss nach der Kür bei den Weltmeisterschaften im März in Turin bekanntgeben", verriet Szolkowy, der so etwas wie der Wackelkandidat im Chemnitzer Zweckbündnis ist.

Offenes Geheimnis wird dementiert

Mit 30 Jahren hat Szolkowy bereits ein hohes Paarlaufalter erreicht.

Zudem muss er sich dringend um seine berufliche Zukunft kümmern. Und die derbe Kritik von Trainer Steuer an seinem gestürzten Doppel-Axel in der Olympia-Kür hat das ohnehin schwierige Verhältnis der beiden total konträren Charaktere weiter verschlechtert.

Dass Steuer und Savchenko drauf und dran sind, den gutmütigen Szolkowy zum Weitermachen zu bewegen, gilt als offenes Geheimnis, wird aber nach außen hin aber konsequent dementiert. (VIDEO: Steuer ringt sich Stolz ab)

Nach Szolkowy lange nichts

"Natürlich reden wir hin und wieder darüber, wie es weitergehen könnte, aber das ist alles", sagte Steuer.

Der nur inoffiziell Umworbene machte bei diesem Thema ebenfalls dicht: "Es wird offene Gespräche geben. Punkt."

Die 26-jährige Savchenko könnte durchaus ihre vierten Olympischen Spiele 2014 in Sotschi angehen, ohne Szolkowy würde ihr aber ein adäquater Partner fehlen.

Denn in Deutschland ist weit und breit kein Paarläufer in Sicht, der mit der gebürtigen Ukrainerin mithalten könnte.

Zweite Variante nur Kompromiss

So scheint ein Kompromiss denkbar, an den sich die Deutsche Eislauf-Union (DEU) in Person von Vize-Präsidentin Elke Treitz klammert.

"Ein oder zwei Jahre könnten Aljona und Robin doch noch weiterlaufen", spekuliert die Funktionärin.

Eine andere mögliche Variante: Savchenko setzt ihre Laufbahn mit einem ausländischen Partner fort. Laut Reglement könnte sie bei Europa- und Weltmeisterschaften dann weiter für Deutschland starten, lediglich bei Olympia ist dies ausgeschlossen.

Steuer bleibt zu Hause

So könnte also das Schaulaufen am 27. Februar in Vancouver, zu dem die Sachsen nach der Trainingswoche in der Heimat wieder einfliegen, der letzte gemeinsame olympische Auftritt der Weltmeister sein.

Es wird der erste ohne ihren Trainer sein, der zu Hause in Chemnitz bleibt, um mit seinem Schweizer Paar zu arbeiten.

Unglücklich werden Savchenko und Szolkowy darüber kaum sein.

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