Paarlauf-Olympiasiegerin Jamie Sale sorgt sich um die Popularität des Eiskunstlaufens. "Wir brauchen mehr Skandale, mehr Faustkämpfe", sagte die Kanadierin halb im Scherz, halb ernsthaft der britischen Nachrichtenagentur "Reuters".

Die Goldmedaillengewinnerin von 2002 in Salt Lake City macht aber auch das neue Wertungssystem für die nachlassende Beliebtheit des ältesten olympischen Wintersports verantwortlich: "Sehr viele Leute verstehen es einfach nicht. Es fügt unserem Sport großen Schaden zu."

Sale und ihr Partner David Pelletier waren vor acht Jahren von einer Wertungsmanipulation betroffen, die unter dem Begriff "Skategate" in die Eiskunstlauf-Geschichte einging.

Seinerzeit hatte die französische Preisrichterin Marie Reine le Gougne nachträglich eingestanden, das kanadische Paar absichtlich zu niedrig bewertet zu haben.

Daraufhin sprach das Internationale Olympische Komitee in einer bis dahin beispiellosen Entscheidung auch den beiden Nordamerikanern die Goldmedaillen zu. Ebenfalls Olympiasieger waren Jelena Bereschnaja und Anton Sicharulidse aus Russland.

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