Die Meldepflichten für Dopingkontrollen des Internationalen Olympischen Komitees bei Olympia in Vancouver stoßen bei niederländischen Eisschnellläufern auf wenig Verständnis.

"Wir müssen in den neuen Whereabouts jetzt schon angeben, wo wir wann während der Spiele sind", klagt der ehemalige Eisschnelllauf-Europameister Mark Tuitert. "Wir müssen angeben, wann wir essen, wann wir eine Pressekonferenz geben, trainieren oder einkaufen", schreibt Tuitert auf seiner Website aus dem Trainingslager in Calgary.

Das IOC teilte mit der Übernahme der Dopingkontrollen bei den Winterspielen an alle Olympiateilnehmer auch neue Formulare aus. "Neben meinem Job als Hochleistungssportler kann ich auch noch als Buchhalter arbeiten", meint 1500-m-Spezialist Tuitert.

Seiner Ansicht nach übertreibt die Welt-Anti-Doping-Agentur im Auftrag des IOC ihre Kontrolltätigkeit. "Während der Spiele ist es doch ziemlich einfach, einen Sportler zu finden. Wir wohnen alle zusammen in großen Appartmenthäusern", gibt Tuitert an.

Seine Teamkollegin und Medaillenfavoritin Annette Gerritsen stimmt ihm zu. "Ich beschäftige mich nur noch mit dem Ausfüllen der Whereabouts. Ich muss während der Spiele für jede einzelne Stunde meinen Aufenthaltsort angeben. Das geht zu weit, finde ich", twittert die 24 Jahre alte Niederländerin.

Tuitert betont, dass er und seine Teamkollegen nicht gegen strenge Dopingkontrollen seien. Er finde allerdings, dass die WADA in Vancouver 2010 übers Ziel hinaus schieße.

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