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Patric Leitner und Alexander Resch (l.) wurden zwischen 1999 und 2007 viermal Weltmeister © getty

Patric Leitner/Alexander Resch klettern nach einer Aufholjagd auf Platz 3 und sagen Servus. Florschütz/Wustlich gehen leer aus.

Whistler - Der "Bayern-Express" ist mit Bronze aufs Abstellgleis gefahren.

Patric Leitner und Alexander Resch verbesserten sich im letzten Rennen ihrer Karriere bei den Olympischen Winterspielen von Vancouver nach einer tollen Aufholjagd noch vom fünften auf den dritten Platz.

Die ehemaligen Weltmeister Andre Florschütz/Torsten Wustlich (Friedrichroda/Oberwiesenthal) mussten sich mit Rang fünf im Whistler Sliding Centre begnügen.

Den Doppelsitzer-Sieg im schnellsten Eiskanal der Welt sicherten sich wie schon vor vier Jahren in Turin Andreas und Wolfgang Linger.

Fünf Medaillen für deutsche Rodler

Die österreichischen Brüder verwiesen die Letten Andris und Juris Sics auf den Silberrang und gewannen als erste Doppelsitzer nach Hans Rinn und Norbert Hahn 1976 und 1980 zum zweiten Mal in Folge Olympia-Gold.

"Das ist sensationell. Ich bin überglücklich. Jetzt fahre ich nie wieder einen Meter", sagte Leitner.

Trotz des dritten Platzes war es das schlechteste olympische Ergebnis der Doppelsitzer seit den Winterspielen 1994 in Lillehammer, als Stefan Krauße und Jan Behrendt ebenfalls Dritte wurden.

Durch die Bronzemedaille kamen die deutschen Rodler in Whistler auf insgesamt fünf Medaillen. Neben Gold für Felix Loch 203446(Die Bilder) und Tatjana Hüfner 204248(DIASHOW: Bücherwurm mit Bodenhaftung) gab es Silber für David Möller und Bronze für Natalie Geisenberger und Leitner/Resch.

Keinen Spaß im ersten Durchgang

Florschütz/Wustlich, die in Turin Silber gewonnen hatten, fielen im zweiten Durchgang um einen Platz zurück.

Nach Durchgang eins waren auch Leitner/Resch noch sauer. "Die Startkurve war eine einzige Katastrophe. Das macht überhaupt keinen Spaß, hier zu fahren. Man hat das Gefühl, dass es einem in der ersten Kurve den Schlitten weghaut", sagte Resch, der mit Leitner 2002 in Salt Lake City Gold geholt hatte. (Zeitplan: 17 Tage, 86 Entscheidungen)

Nach dem tödlichen Unfall des Georgiers Nodar Kumaritaschwili war die Strecke wie auch beim Damen-Wettbewerb entschärft und verkürzt worden.

Wieder ein Unfall

Das Rennen begann am Juniorenstart, und die erste Kurve bereitete einigen Doppelsitzern Probleme.

Dass die Hochgeschwindigkeitsbahn trotz der Vorsichtsmaßnahmen immer noch gefährlich ist, mussten die Österreicher Tobias und Markus Schiegl erfahren. Im ersten Lauf kamen sie in der Zielkurve in große Schwierigkeiten und krachten in die Bande.

Das Duo blieb zum Glück unverletzt und ging im zweiten Durchgang wieder an den Start.

Während Leitner/Resch ihre Karriere beenden, ließen Florschütz/Wustlich ihre Zukunft bei allen Aussagen vor den Winterspielen offen.

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