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Felix Neureuther feierte in Kitzbühel seinen ersten Saisonsieg © imago

Der Kitzbühel-Sieger fährt mit gestärktem Selbstvertrauen nach Whistler. In Kranjska Gora schrammt er nur knapp am Podium vorbei.

Kranjska Gora - Felix Neureuther darf sich bei den Olympischen Spielen zum erlauchten Kreis der Anwärter auf eine Medaille zählen.

Nur eine Woche nach seinem ersten Weltcupsieg in Kitzbühel belegte der Partenkirchner bei der Slalom-Generalprobe im slowenischen Kranjska Gora nach einer Aufholjagd den vierten Rang und erzielte fünf Tage nach seinem Ausscheiden beim Nachtrennen in Schladming sein zweitbestes Resultat in diesem Winter (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender) .

"Ich bin sehr glücklich. Ich kann zufrieden nach Whistler reisen", sagte der 25-Jährige, der mit gestärktem Selbstvertrauen beim olympischen Slalom am 27. Februar den großen Coup landen will.

"Natürlich ist es mein großer Traum, dort eine Medaille zu gewinnen. Aber das wollen andere auch. Wichtig ist deshalb, dass ich mich jetzt nicht zu sehr unter Druck setzen lasse und dort dann zwei geile Läufe raushaue."

Zu sehr gebremst

Die Lockerheit, die Neureuther in Kitzbühel ausgezeichnet hatte, fehlte ihm am vergangenen Dienstag in Schladming und auch im ersten Lauf am Berg Podkoren. "Da habe ich zu sehr gebremst", räumte er ein.

Die Folge: Nur Rang 12 nach dem ersten Lauf, am Ende fehlten ihm 0,13 Sekunden zu Rang drei. Den belegte Julien Lizeroux aus Frankreich, Reinfried Herbst aus Österreich feierte vor Landsmann Marcel Hirscher unterdessen Saisonsieg Nummer vier.

Mehr drin

Neureuther trauerte dem knapp verpassten "Stockerl"-Platz ein wenig hinterher. "Da wäre mehr drin gewesen", betonte er.

Wichtiger jedoch war ihm, dass er das Sieben-Sekunden-Aus von Schladming beim abschließenden Olympia-Test schon wieder verdaut hatte: "Ich habe souverän ein gutes Ergebnis eingefahren. Wenn in Whistler zwei Läufe so klappen wie der zweite, wäre das ein Traum."

Und außerdem wahrscheinlich eine Medaille.

Erstmals im zweiten Durchgang

Im Slalom steht Neureuther wieder zunehmend sicher auf den Skiern, mit dem Riesenslalom kann er sich dagegen weiter nur sehr schwer anfreunden. In Kranjska Gora verpasste er am Freitag (39.) und Samstag (32.) jeweils das Finale.

Sein Mannschaftskollege Fritz Dopfer dagegen erlebte einen historischen Tag: Im 23.Weltcup-Rennen seiner Karriere erreichte der "Überläufer" zum ersten Mal den zweiten Durchgang und belegte dort Platz 17.

Im Gegensatz zu Neureuther ist Dopfer, der bis zum Frühjahr 2007 für den österreichischen Ski-Verband fuhr, nicht für Olympia qualifiziert. "Olympia war aber auch nie ein Thema für mich", sagte der Sohn eines deutschen Vaters und einer österreichischen Mutter.

Zweitbeste Zeit im zweiten Lauf

Immerhin erzielte er das beste deutsche Riesenslalom-Ergebnis seit dem 13. Rang von Neureuther im Dezember 2006 in Alta Badia. "Echt genial, schön" sagte der 22-Jährige, der im zweiten Lauf die zweitebeste Durchgangszeit gefahren war.

Zur Siegerzeit von Marcel Hirscher fehlten Dopfer, der mit Startnummer 52 zunächst auf Rang 24 gefahren war, 2,70 Sekunden.

Herbst vor Slalom-Gesamtsieg

Hirscher fuhr zu seinem zweiten Saisonsieg vor Kjetil Jansrud aus Norwegen und Ted Ligety aus den USA, der am Freitag den Riesenslalom an gleicher Stelle gewonnen hatte.

Slalom-Gewinner Herbst steht derweil vor dem Gewinn des Disziplin-Weltcups, Landsmann Benjamin Raich baute seinen Vorsprung im Gesamtweltcup aus.

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