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Die Partenkirchnerin Maria Riesch holte 2009 bei der WM in Val-d'Isere den Slalom-Titel © getty

Maria Riesch hat in der Super-Kombi nur drei echte Widersacher. 2009 konnte sie dem Gold-Druck schon einmal nicht standhalten.

Whistler - Erste Olympische Spiele + erster Wettbewerb = erste Medaille.

Diese Gleichung soll für Maria Riesch bei der Super-Kombination zur Gold-Formel werden.

"Dass eine Medaille mein Traum ist, ist doch klar - und am liebsten wäre mir natürlich die goldene", sagt die Partenkirchnerin vor ihrem ersten von fünf Auftritten bei den Winterspielen von Vancouver.

Wann Riesch in die Goldspur geht, steht indes noch nicht fest: Wegen des widrigen Wetters wurde der für Sonntag geplante Wettbewerb auf unbestimmte Zeit verschoben.

Riesch gehört bei der Olympia-Premiere der "Super-Kombi" zum überschaubaren Kreis der Favoritinnen. Konkurrentinnen sind neben ihrer angeschlagenen Dauer-Rivalin Lindsey Vonn (USA) die Schwedin Anja Pärson und Kathrin Zettel aus Österreich.

Mehr Blond für Gold-Glück

Es müsste also schon sehr viel schief gehen, damit es für Riesch nicht zu Edelmetall reicht. Wobei: Auch bei der WM in Val d'Isere vor einem Jahr galt sie als Gold-Kandidatin - und wurde Vierte.

"Grundsätzlich habe ich gute Chancen in der Super-Kombination, weil ich in Abfahrt und Slalom richtig gut drauf bin und ums Podium mitfahren kann. Da gibt es nicht so viele, die das können. Aber bei der WM hat man ja gesehen, dass auch eine Superkombi-Medaille nicht so leicht zu gewinnen ist", sagt Riesch, die allerdings schon rein äußerlich auf Goldkurs ist.

"Ich war extra nochmal beim Friseur und habe ein wenig Blond nachlegen lassen", erklärt "Goldköpfchen" Riesch.

Keine Nervosität bei Riesch

Dass die Spiele mit der Kombination beginnen, die erstmals bei Olympia mit nur einem Slalom-Lauf gefahren wird, findet sie ideal:

"Das ist ein guter Einstieg für mich, weil ich gleich eine Medaille holen kann. Dann fiele der ganze Druck von mir ab - und ich könnte den Rest locker angehen." (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Bei der Generalprobe vor zwei Wochen in St. Moritz schied Riesch jedoch im ersten Durchgang aus. Allerdings wurde dort anstelle einer Abfahrt zunächst ein Super-G gefahren. Nervosität verspürt Riesch vor ihrer Olympia-Premiere trotzdem nicht.

"Noch kein Olympia-Feeling"

"Ich bin überrascht, dass ich noch relativ locker bin. Aber das liegt wohl daran, dass ich nicht nur eine Chance habe. Wenn ich mal eine auslasse, wäre es noch nicht der Weltuntergang", sagt sie.

Außerdem hat sich bei ihr "noch kein Olympia-Feeling" eingestellt, wohnt Riesch doch mit ihren Kolleginnen in zwei Chalets außerhalb des Olympischen Dorfes unweit der Strecke in Whistler Creekside.

Dort verwahrt Riesch auch ihre Glücksbringer, die einspringen sollen, wenn am Sonntag doch etwas unplanmäßig läuft. (Zeitplan: Die Olympischen Spielen)

"Ich habe wie immer meinen Schutzengel um den Hals. Und unser Nachbar in Garmisch hat mir vor der Abreise noch eine Plakette mit dem Schutzpatron für Wintersportler gegeben. So abergläubisch bin ich dann schon, dass ich den mitgenommen habe", so Riesch.

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