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Maria Riesch war 2007/08 Gesamt-Weltcupsiegerin im Super-G © getty

Nach dem Sieg in der Super-Kombi peilt Maria Riesch im Super-G die nächste Medaille an. Ihr Trainer aber warnt vor Übermut.

Whistler - Maria Riesch hatte das Edelmetall gerade erst erhalten, da wollte es ihr Karl-Theodor zu Guttenberg schon wieder wegnehmen.

Doch die Olympiasiegerin in der Super-Kombination widerstand der Charme-Offensive des Verteidigungsministers im Deutschen Haus von Whistler, stürzte sich in ihre Party und ließ ihre Medaille nicht mehr los.

"Ich wohne ja in einem Einzelzimmer. Da werde ich sie einsperren - und den Schlüssel mitnehmen", sagte die "Gold-Marie".

Schon beim Super-G (ab 19 Uhr LIVE) könnte sie mit etwas Glück erneut aufs Podium fahren - und Riesch hat offenbar Geschmack an Edelmetall gefunden.

"Der Hunger wird nie gestillt"

"Der Hunger, eine Medaille zu gewinnen, wird nie gestillt", macht sie klar.

Der große Druck sei nach dem ersten Gold verschwunden, so Riesch: "Das hilft mir sicher für die weiteren Rennen. Und ich habe ja noch drei Chancen." (Zeitplan: Die Olympischen Spiele)

Vonn will zurückschlagen

Im Super-G will Rieschs Freundin und Konkurrentin Lindsey Vonn, die bei der Kombi im Slalom als Führende stürzte und Riesch so den Weg ebnete, wieder zurückschlagen.

"Jetzt steht es 1:1, wie so viele gerne schreiben", meinte Riesch, "und am Samstag geht es dann weiter."

In der zweitschnellsten Disziplin war Riesch seit einem Jahr nicht mehr unter den Top 3, Berthold dämpfte deshalb die Erwartungen.

"Man muss jetzt am Boden bleiben", sagte er, betonte aber: "Mit Gold um den Hals fährt es sich leichter."

"Noch viel vor"

Berthold erhofft sich von Rieschs Coup einen "Aufschwung für die gesamte Mannschaft", die mit Riesenslalom-Weltmeisterin Kathy Hölzl, Viki Rebensburg, Susanne Riesch und Felix Neureuther weitere heiße Eisen im Feuer hat.

"Zwei Medaillen waren unser Ziel. Jetzt müssen wir nur noch einmal aufs Podium ...", sagte Alpinchef Maier .(Der Medaillenspiegel)

Die Vorgabe würde Riesch am liebsten selbst erfüllen: "Ich habe hier noch viel vor."

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